Ein kleiner Lichtschein am Ende des Tunnels

11. März 2008 | Von | Kategorie: Nachrichten

Die Idee, in Basel ein Fasnachtsmuseum zu errichten, besteht schon seit vielen Jahren. Doch was in anderen Fasnachtshochburgen längst der Fall ist, braucht in Basel eben Zeit – sehr viel Zeit. Der konkrete Grundstein wurde zwar schon in den Achtzigerjahren mit der Sammlung «Basler Künsterlarven von 1925 bis 1984» von Ruth Eidenbenz-Tschudin gelegt. 1996 wurde dann eine Arbeitsgruppe gebildet, die 1999 erstmals an die Öffentlichkeit trat. Im Laufe der Zeit wurden immer wieder Liegenschaften als Museumsstandort gesucht. Vergebens. Einige Male scheiterte das Unternehmen kurz vor der Vertagsunterzeichnung. Gestern Abend orientierte der «Verein Basler Fasnachts-Welt» unter dem Vorsitz von Präsident Dominique Mollet seine Mitglieder über den aktuellen Stand und die nächsten geplanten Schritte.

Neben einer in Zukunft möglichen Kooperation mit dem Museum der Kulturen ist vorgesehen, eine breite politische Diskussion zu lancieren. Dazu soll im Grossen Rat ein Anzug eingereicht werden. Auf diesem Weg kann dann die Möglichkeit geprüft werden, der «Basler Fasnachts-Welt» geeignete Räumlichkeiten zur Verfügung zu stellen. Insbesondere soll dies in der Diskussion über die Neunutzung des Berri-Baus an der Augustinergasse geschehen. Dieser dürfte im Rahmen des geplanten Neubaus des Naturhistorischen Museums frei werden. Durch das Parlament soll nun geprüft werden, ob die «Basler Fasnachts-Welt» dort untergebracht werden könne.

Konkret plant die «Basler Fasnachts-Welt», zum 100-Jahr-Jubiläum des Fasnachts-Comités im Jahr 2010 eine Ausstellung über die Fasnacht zu organisieren. Diese könnte als Startpunkt für eine permanente Präsentation der Fasnacht in Basel dienen. Entsprechende Verhandlungen mit dem Comité über das Konzept, ein Datum und die Dauer der Ausstellung laufen bereits. Unklar ist allerdings noch, wo die Ausstellung stattfinden wird.

Die Ausstellung ist bereits in vielen Einzelheiten geplant. Und erste grössere finanzielle Mittel sind auch schon verbindlich zugesagt. Fest ausgearbeitet ist das Ausstellungskonzep der «Basler Fasnachts-Welt». Der Eingangsbereich ist als Erlebnisraum inszeniert und führt die Besucher zum Morgestraich. Im Erlebnisraum taucht man in den Cortège ein. Der «Autoguide» vermittelt die Tonatmosphäre: Es pfeift, trommelt und schränzt auf Teufel komm raus. In den Themenzimmern kann man einen Blick hinter die Kulissen der Fasnacht werfen: die Klänge der Fasnacht, das Beizenleben, die Schnitzelbänke und die Larvenwerkstadt. Ein Raum dient als Plattform für Sonderaustellungen, zum Beispiel für eine jubilierende Clique. Auch Austausch-Ausstellungen mit anderen Fasnachts-Institutionen aus dem In- und Ausland sind denkbar.

Weitere Informationen auf der Homepage Basler Fasnachts-Welt.