Wunderheerlig zieht eine Pfeifergruppe den Heuberg entlang – zauberhaft melancholisch die Melodien, die sie ihrem Piccolo entlocken. In solche oder ähnliche Gedanken schweift wohl auch Ruedi ab, wenn er und seine Crew unzählige Canapés für das traditionelle Neujahr-Brötliessen des IRS vorbereitet.
IRS? Pardon. Dabei handelt es sich natürlich um ein (das?) «International renommierts Schyssdräggzygli», zu dem auch Ruedi gehört. «Der Name kommt daher, dass sich immer wieder Leute aus allen Gegenden der Welt – wie etwa Zürich – bei uns einfanden, um mit uns die drey scheenschte Dääg zu geniessen», erklärt Heidi Gonser. Sie, übrigens, hat das Titelblatt zum «Canapé» gestaltet – womit wir wieder beim Thema wären.
«Canapé» heissen nämlich eben nicht nur jene Kreationen, die Ruedi alljährlich seinen neuen IRS-Kolleginnen und -Kollegen auftischt – sondern seit einigen Monaten auch ein vierstimmiger Pfeifermarsch von Cornelius Buser. Anlass war der 60. Geburtstag von Ruedi; seine IRS-Mitstreiter haben ihm die Komposition zum Geschenk gemacht. Buser (unter anderem Musiker bei «Quattro Stagioni») ist begeisterter Fasnächtler: Das Mitglied der «Museumsgrubbe» zeichnet bereits als Komponist von Märschen wie dem «Stäpfeli», «Sof-Sof», «Let’s be», «dr Irr» oder «d Larvewand» verantwortlich. Uraufgeführt wurde «s Canapé» an der Vernissage zur noch bis im August 2004 laufenden Ausstellung «Teufel, Tod & Harlekin – Fasnachtstreiben und Maskentänze» im Museum der Kulturen (Basler Fasnacht Online berichtete).
Zudem zeichnet Buser beim IRS für den musikalischen Schliff und die Inspiration verantwortlich – «so ist auch offensichtlich, dass wir nebst einigen traditionellen Märschen vorallem das moderne Repertoire pflegen», erklärt Gonser. «S Canapé» ist für 6 Franken bei Musik Oesch erhältlich.
Weitere Informationen:
s Canapé (für Windows Media Player 9 mit Breitbandanschluss)



