Für den Ort der Medienorientierung lässt sich das Charivari-Team jedes Jahr etwas Neues einfallen. Es soll ein Ort sein, welcher für das kommende Programm relevant ist. Dieses Jahr lud das Team die Medienvertreter in den Barbar-Keller am Klosterberg. Das Geheimnis lüfteten Charivari-Obmann Daniel Thiriet und Programmchef Jonas Blechschmidt, beide im Waggiskostüm. «Nach einem harten „unterwasser“-Jahr 2007 (Verlust 15’200 Franken) und Reaktionen aufs Programm von „schlecht“ bis „sehr gut“ soll es diesmal fasnächtlich und lustig zugehen», so Thiriet.
«Fasnachtsquerschnitt „Drei Dääg schreeg“», so lautet der Titel vom Charivari 2008. Die Geschichte handelt vom Vollblut-Traditions-Fasnächtler Marco. Für ihn geht die Fasnacht erst mit dem Abspann des traditionellen Fasnachts-Querschnitts des Schweizer Fernsehens zu Ende. Und genau dies hat er vor. Nachdem er sich den Querschnitt auf DVD aufgezeichnet hat will er diesen nun am Montagabend nach dem letzten Bummelsonntag ganz alleine geniesse und so seine persönliche Fasnacht beenden. Diese (wichtige) Nebengeschichte spielt in seinem Wohnzimmer, d.h. auf einer Nebenbühne im Charivari-Saal. Mit Marco können die Zuschauer erstmals auf der Bühne den Querschnitt der Fasnacht 2008 in voller Länge sehen, ehe diese überhaupt stattgefunden hat. Also die frechsten Schnitzelbänke, die besten Cliquen, die lautesten Guggenmusiken, Ausschnitte aus den bestbekannten Vorfasnachts-Veranstaltungen, vom Pfyfferli bis zum Drummeli, vom Morge- bis zum Ändstraich – kurz: die emotionalsten Momente der Fasnacht 2008. Schräg ist auch der Moderator. In der Charivari-Parodie ist es nicht Heinz Margot, sondern der stadtbekannte Basler Fernsehmann René Häfliger.
Doch für Marco kommt es ganz anders als gedacht. Denn ausgerechnet an diesem Abend will seine Freundin ihre Beziehung retten, seine Zürcher Nachbarin will den jungen Mann anbaggern, und sein Freund findet, heute sei der richtige Abend für eine Sumpftour. So entstehen laufend Missverständnisse und Pannen, die alle gelöst werden müssen. Der Querschnitt auf der Bühne läuft trotzdem ab, wenn auch mit Unterbrechungen. So, wenn auf der Nebenbühne die DVD angehalten oder gar der Kanal gewechselt wird. Dann sieht das Publikum bekannte Fernsehsendungen. Diese werden kommentiert vom Comedyduo «Edelmais» (René Rindlisbacher und Sven Furrer).
Das Buch stammt von Armin Faes, Christian Knöll und als Text-Coach der Zürcher Domenico Blass (Victor’s Spätprogramm, Fertig lustig, Undercover, Ernstfall in Havanna). Regie führt Markus Buehlmann, das Bühnenbild stammt von Christoph Knöll. Das Ensemble bilden René Häfliger und Roland Herrmann. Mit weiteren Mitwirkenden steht man in Verhandlung. Im «Querschnitt» wirken mit: die Fasnachtsclique Glunggi 1966, die Guggemuusig Schränz-Gritte, Schäärede (Pfyffergruppe), Bastarde (Basser/Percussion), die Aabrennte (Schnitzelbangg Comité 2000) und Edit Habraken (Solistin).



