Fast schon familiär war die Stimmung im grossen Festsaal; ein «who is who» der Fasnachtsszene hatte sich eingefunden, um zwei Stunden Ancient Drum and Fife Music pur zu geniessen. Das 24-köpfige Corps inklusive vier Fahnenträger und -trägerinnen, überzeugte in drei Sets mit überaus anspruchsvollen Stücken, die schon mal die Frage auf kommen liessen, wie sich die dafür nötigen Übungsstunden mit einem Beruf vereinbaren lassen.
Das 1986 gegründete Basler Drum and Fife Corps präsentierte sich wie immer in stilechter Kleidung der Pioniere und Siedlerinnen aus dem 19. Jahrhundert und im passenden Dekor mit Strohballen und Bar. An letzterer konnten sich besonders die geplagten Pfeiferinnen und Pfeifer während den Drum Soli bei einem Glas 02 erholen.
Zwischen den Sets trat die vor acht Jahren gegründete Wild Bunch Singing Group mit irischen Liedern auf. Die acht Sängerinnen und Sänger wirkten dabei nicht immer ganz sattelfest, dafür umso witziger und sympathischer in ihrer Darbietung. Der teils derbe Inhalt der Lieder «über Liebe und Alkoholzuspruch» – so das Programmheft – veranlasste Niggi Kiechle, den Leader der Singing Group, die englischsprechenden Kindern aus dem Saal zu schicken…
Gegen Schluss zeigte sich «dr wild Huffe» trotz Hitze und Ermüdung so spielfreudig, dass er die Moderatorin bei ihrem letzten Auftritt unterbrach und kurzerhand von der Bühne trommelte und pfiff. Wobei dies nicht nur an der Spielfreude gelegen haben könnte…
Doch genug der Lästereien: Nach gut zwei Stunden blieben ein zufriedenes Wild Bunch Corps und ein begeistertes Publikum zurück, dem die Drum and Fife-Klänge noch lange in den Ohren lagen – ein sehr gelungener Abend.



