Das Vereinsvermögen der IG Tambouren- und Pfyffergruppen (IG-TPK) geht an die Diagnostisch-therapeutische Tagesklinik der Kinder- und Jugendpsychiatrie Basel (DTK). Der Check in Höhe von 1’000 Franken wurde am 5. Januar übergeben. Mit dem Geld sollen therapeutische Gegenstände und allenfalls ein EDV-Programm angeschafft werden, welches Kindern besseres Kommunizieren ermöglicht. Die IG-TPG musste im vergangenen Jahr aufgelöst werden, weil sich niemand zur Übernahme des Präsidiums fand.
„Die ersten sechs Jahre der Kindheit sind für das Leben eines Menschen von grösserer Wichtigkeit als sechs Jahre Universität und drei Jahre Weltumseglung dazu“. Nach diesem Satz von Bion (1868) handelt die DTK. Kinder zwischen 3 und 7 Jahren mit psychischen Störungen wie Autismus, ADHS oder Mutismus (Kinder, die nicht sprechen) werden im „Sunnehüsli“ am Oberen Rheinweg behandelt. In kleinen Gruppen wird therapiert und werden so die kindlichen Ressourcen gestärkt und soziale Kompetenzen aufgebaut. Nebst en Massnahmen zu Gunsten der Kinder werden auch die Eltern umfassend betreut.
Wie immer fehlt es solchen Einrichtungen, vor allem, wenn sie nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen, an allen Ecken und Enden an Geld. Die 1’000 Franken, die nun aus der Kasse der ehemaligen IG-TPG kommen, sind deshalb für die Leiterin, Prof. Christina Stadler und Sarah Harper ein warmer Regen. „Man sieht es; es fehlt an vielem und wir können das Geld gut gebrauchen“, erklärte Stadler bei einem Rundgang im „Sunnehüsli“. Das Geld soll denn laut Harper nicht in die allgemeine Kasse kommen, sondern speziell verwendet werden. Geplant ist zum einen die Anschaffung spezieller therapeutischer Handpuppen. Und ein EDV-Programm soll gekauft werden, welches s den Kindern erleichtert, zu einer geregelten Kommunikation mit der Aussenwelt zu finden.
Warum die IG-TPG ausgerechnet diese Institution berücksichtigt, ist laut der ehemaligen Obfrau Charlotte Moser zu einem gewissen Teil zufallsbedingt. Gerade zwei Tage vor der Auflösung des Vereins sei im Fernsehen ein Beitrag über die Arbeit von DTK gelaufen, ein Vorstandsmitglied habe den Beitrag gesehen und die anderen Entscheidungsträger schnell überzeugen können. „Wir sind überzeugt, dass das Geld hier bestens angelegt ist, betont denn auch Brigitte Rhyner, die als ex-Kassenwartin den Check mit überreichte.
Die IG-TPG musste von Gesetzes wegen aufgelöst werden, da trotz langem Suchen niemand die Nachfolge von Charlotte Moser übernehmen wollte (vgl. Archiv-Artikel „Das Damoklesschwert ist gefallen“ vom 2. Oktober 2011). Die ehemalige Obfrau fuchst dies auch heute noch stark: „Das Bedürfnis war da, aber niemand wollte die Arbeit machen. Dazu haben wir es vielleicht versäumt, unseren Verein etwas bekannter zu machen.“ Immerhin verliert man sich nicht völlig aus en Augen. Das traditionelle Mähli der Obfrauen und -männer wird auch 2012 wie immer am Freitag nach dem dritten Bummelsonntag durchgeführt.



