Drummeli in drei Minuten: Basels erster Fasnachts-Flashmob

16. Januar 2017 | Von | Bilder: André Auderset | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Erstaunte Gesichter am Samstag am Rümelinsplatz: Plötzlich strömten aus diversen Richtungen Fasnächtler heran… musizierten… deklamierten… und verschwanden wieder. Die Erklärung kam zum Schluss aus den Fenstern der GGG-Stadtbibliothek in Form eines Transparents, welches für das Drummeli warb. Ein Video mit diesem, ersten Basler Fasnachts-Flashmob gibt es ab heute im Internet zu sehen.

„Flashmob: kurzer, scheinbarer spontaner Massenauftritt auf öffentlichen Plätzen mit Teilnehmenden, die sich nur zum Teil kennen“, so zitierte André Schaad, Drummeli-Verantwortlicher beim Fasnachts-Comité, aus einem Nachschlagewerk. Und kurz nach dieser Einweisung der Medienvertreter begann dieser Flashmob denn auch. Mitten auf dem Rümelinsplatz stand eine Säule mit einem roten Knopf und der schriftlichen Aufforderung draufzudrücken. Dies tat kurz darauf ein Passant und startete damit die Show: Aus den umliegenden Gassen und Hauseingängen strömten diverse Fasnachtsgruppen, die sich kurz präsentierten und ebenso rasch wieder verschwanden.

Bei den rund 150 (!) Teilnehmenden handelte es sich um die Breo-Clique, die Glaine Optimischte, die beiden Guggen Hunne und LäGGerlihaGGer, um ein Trio der Drummeli-Schauspieler und um den neuen Drummeli-3er-Bangg Anneli und Hansli, der sich aus bekannten, bestehenden Schnitzelbangg-Formationen zusammensetzt.

Zum Schluss entrollten drei Waggis – auch die Wägeler nehmen am diesjährigen Drummeli teil – ein grosses Transparent, welches auf den Start der Vorfasnachtsveranstaltung hinwies.

Der Verdacht liegt nahe, dass der Akt in einer mehr oder weniger leichten Verzweiflung der Drummeli-Verantwortlichen gründet, die nach der doch etwas verunglückten 2016er-Ausgabe nun alles daransetzen müssen, um die Reihen im Musical-Theater trotzdem zu füllen. Vielleicht ist es aber auch Ausdruck einer neuen PR-Politik des Comité mit dem Medienverantwortlichen Thierry Moosbrugger. Man will offensiver werden – und das ist mit dieser Aktion zweifellos gelungen.

Auf alle Fälle bewies die Aktion, dass das Drummeli die Massen bewegt und für Gesprächsstoff sorgt, was ja nicht das Schlechteste ist. Und damit noch mehr darüber geredet wird, wurde der Flashmob mit einer ganzen Reihe von Kameras unter der Regie des Fasnachts-bewährten Beat Manetsch für die Nachwelt erfasst. Ab heute ist dieser Clip unter dem Motto „Das Drummeli in drei Minuten“ online – hier ist der Link

Hier geht’s zum Clip