Mit zwei „Grand Old Ladies“ und einem jungen Slam-Poeten setzt das Drummeli 2014 auf Gegensätze oder den „Clash der Generationen“. In ihrem dritten Drummeli wollen Regisseurin Bettina Dieterle und Comité-Verantwortlicher Adrian Kunz das Tempo mindestens halten. Bei Schnitzelbänken und Guggenmusiken wurden sichere Werte „eingekauft“. Und die Tickets steigen in allen Klassen um einen „Fünfliiber“.
Ein fasnächtliches Potpurri mit fliessenden Programmübergängen soll die Ausgabe 2014 werden, verkündete Drummeli-Verantwortlicher Adrian Kunz. Und dies weiterhin im mittlerweile lieb gewonnenen Musical Theater; ein Umzug in die neue Event-Halle sei zwar ein Thema gewesen, meint Kunz, wäre aber ziemlich teuer geworden, da man dort die gesamte Ausrüstung für Ton und Licht selbst hätte stellen müssen.
Teurer wird es aber trotzdem, alle Preise werden um fünf Franken angehoben. Dies weil es mit dem – so Kunz – „Steigbügelrabatt“ der Messe nun vorbei sei. Zwar zahle man noch immer keinen Marktpreis, aber bei der ursprünglich ausgemachten Staffelung sei nun das Maximum erreicht. Ausserdem habe die Erfahrung gezeigt, dass eben doch mehr Kosten anfallen als erwartet.
Für die „immer noch moderaten“ (Kunz) Eintrittspreise erwartet das Publikum aber auch einiges. Neben der gewohnten Leistungsschau der Stammcliquen wurden mit den beiden Schnitzelbänken „Schlyffstai“ und „dr Spitzbueb“ sichere Werte für gute Unterhaltung verpflichtet. Nicht mehr Lückenfüller sondern echte Publikumsmagneten sind laut Kunz die Guggenmusiken, im 2014 „Mohrekopf“ und „Ohregribler“. Und ein ordentliches Programm hat die „Spale“: Der Stamm tritt im Charivari auf, die Junge Garde im Drummeli. Zwei einmalige Auftritte haben die Basler Dybli am Donnerstag zum 50. Geburtstag und die Alte Garde der VKB am Freitag zum 75-Jahre-Jubiläum.
Im Wortbereich dominiert der Gegensatz der Generationen, der laut Regisseurin Bettina Dieterle auch ausgespielt werden soll – nicht zuletzt mit retrospektiven Elementen. Da sind zum einen die (natürlich nur auf der Bühne!) über 70jährigen „Old Ladies“ Heidi Diggelmann (Foto) und Suzanne Thommen. Erstere bewies als Zürcherin schon früher ihr „fremdsprachliches“ Talent auf der Drummeli-Bühne als Frau Fasnacht.
Dem gegenüber steht der knapp 20jährige Laurin Buser, Slam-Poet und Rapper. Dessen Vater, Daniel Buser, dürfte sich ärgern, denn eine Mitwirkung an der „Wirrlete“ habe sein Filius immer abgelehnt. Dieterle hat keinerlei Befürchtungen, dass hier ein Fremdkörper in der traditionsreichen Vorfasnachtsveranstaltung entstehe: „Wir verpflichten ja keinen Basketballer. Und die Basler Fasnacht lebt schliesslich genau vom sprachlichen Element.“
Vom journalistischen Methusalem kam zum Schluss die obligate Frage, die von der Regisseurin mit einem Ja beantwortet werden konnte: „Es wird wieder eine Balkon-Szene geben – aber anders…“
Drummeli 2014: 22. bis 28 Februar im Musical Theater Basel. Billetts zu Fr. 43.- – Fr. 73.-. Kinder und Jugendliche: halber Preis in der So.-Nachmittagsvorstellung und zu Fr. 10.- (nur für Mitglieder von beim Comité angemeldeten Einheiten) an der Generalprobe. Der Vorverkauf beginnt am 13. November an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie bei Bider & Tanner (www.biderundtanner.ch). Weitere Infos:: www.drummeli.ch



