Dr Keenig vo Basel: König Basil macht selbst Fasnacht

21. Januar 2002 | Von | Kategorie: Nachrichten

Den «Morgestraich» und den «Cortège» erlebten Klein und Gross bereits
am Samstagnachmittag in der Kuppel. «Dr Keenig vo Basel» beschloss nämlich
dieses Jahr, die Fasnacht nicht im Schloss, sondern unter dem Volk zu
feiern. Es wurde für den König und auch die kleinen Zuschauerinnen und
Zuschauer eine «super» Fasnacht.
Bereits zum dritten Mal sang und lachte sich der runde König Basil in die
Herzen der Kinder und wohl auch der Erwachsenen. Nicht ganz so viel Freude
hatte der Hofstaat am König. Man wollte ihn partout nicht an die Fasnacht
gehen lassen. Es sei zu gefährlich.

Doch der gewitzte Basil schlich sich mit Hofmarschall von Wichtig
klammheimlich davon.
Als das «Vorwärts, Marsch» ertönte und die Junge Garde der Wiehlmys mit
ihren Kopflaternen in kleinen Gruppen von allen Seiten in den Saal
marschierten, wähnte man sich tatsächlich am «Morgestraich». Erst recht der
Hofstatt, der sich auf der Suche nach dem König, in der «Druggedde» verlor.

Auch der nachmittägliche «Cortège», inklusive «Fasnachtscomité» wurde im
Miniformat wiedergegeben. Hier trumpfte einmal mehr die Clairongarde Oberwil
auf. Und beim «Gässle» am Abend packte es selbst den Hofnarren.

Schliesslich tauchte auch der König wieder auf. So gut gelaunt, dass er doch
noch einen rauschenden Maskenball zum Abschluss gab. Prämiert wurden nicht
nur jene kleinen Zuschauerinnen und Zuschauer, die kostümiert zur
Vorstellung erschienen waren, sondern alle Fasnächtlerinnen und Fasnächtler,
denn «an der Fasnacht sind alle gleich», erklärte König Basil.

Einmal mehr versteht es das Ensemble des Theater Arlecchino das Publikum zu
packen, von der ersten Minute an. Die Kinder fiebern mit, singen und
klatschen mit, machen mit – werden gar als Witzkönig ausgezeichnet.

Und sie lachen mit. Sie lachen über die zwei sich dauernd streitenden Köche.
Sie lachen über die Witze des Narren, über den lauten Admiral Lutter. Sie
lachen über den König, der seine Pointe vergisst und über den kindgerechten
«Schnitzelbangg» mit gelungenen Versen über die Schule, das Fernsehen und
Harry Potter.

Die Schunkellieder-Melodien störten wohl nur die Erwachsenen. Obwohl die
junge Königsgarde dazu meinte: «Kommt, wir pfeifen lieber».