Die Schlacht am kalten (Ticket-)Buffet

29. November 2003 | Von | Kategorie: Nachrichten

Die Bilder mit campierenden Baslerinnen und Baslern, die ein Drummeli-Ticket ergattern wollen, sind legendär. Durch die Fülle an Vorfasnachts-Veranstaltungen (im kommenden Jahr sind es deren acht) gehören derartig wilde Szenen zwar der Vergangenheit an – doch noch heute ist es nicht immer ganz einfach, zu Eintrittskarten zu gelangen. Basler Fasnacht Online hat recherchiert und zeigt, wo und vorallem wie die Chancen am Grössten sind (siehe untenstehende Tabelle).

Mit einem Angebot von über 20 300 Plätzen ist das im Häbse-Theater stattfindende Mimösli zwar publikumsmässig die unbestrittene Nummer eins in Basel, dennoch erfordert der Ticketkauf rasches Handeln. Weil zunächst die «Freunde des Häbse-Theaters» ein Vorkaufsrecht geniessen, werden am kommenden Dienstag nur noch rund 800 der begehrten Karten in den öffentlichen Verkauf gelangen, wie Produktionsleiter Harald Lachnit erklärt. Bereits einen Tag zuvor eröffnet auch das Charivari den Vorverkauf, der erneut über den landesweit tätigen TicketCorner über die Bühne geht – eine (auch für die Kunden) nicht ganz kostengünstige Lösung, die aber zuletzt für volle Säle gesorgt hat und vorallem Interessenten aus der ganzen Schweiz sehr bequem zum Zuge kommen lässt.

«Die besten Chancen, Tickets ergattern zu können, bestehen bei den Nachmittags-Vorstellungen», erklärt Comité-Obmann Felix Rudolf von Rohr in Sachen Drummeli 2004. Dafür ist das Prozedere nicht ganz einfach: Anfang Januar können Bezugsrechtskarten bezogen werden – glückliche Gewinner können danach maximal vier Tickets erwerben. Auch hier ist ein Grossteil des Kartenkontingents bereits im Vorfeld fest vergeben: Alle beim Comité angemeldeten Einheiten haben ein Vorkaufsrecht.

Als Geheimtipp hat sich längst das Zofinger Conzärtli etabliert. Entgegen immer wieder aufkeimenden Gerüchten betont Conzärtli-Quästor Christian Hochstrasser: «In den öffentlichen Verkauf gelangen nicht nur Plätze in den hintersten Reihen.» Die Chancen auf einen erfolgreichen Ticketkauf Mitte Januar stehen gut; dennoch gilt es zu bedenken, dass 2003 sämtliche Vorstellungen – und deren gibt es nur drei – praktisch ausverkauft waren. Gleiches vermeldet auch Dieter Wullschleger, Obmann des Kinder-Charivari, das – wieder zurück im angestammten Foyer des Theater Basel – ebenfalls mit «nur» vier Aufführungen ins Rennen steigt. Anfang Januar soll die Katze bezüglich Geschichte aus dem Sack gelassen werden, danach gelangen die Eintrittskarten in den Verkauf.

Fast klammheimlich bereits begonnen hat der Vorverkauf für die im Tabourettli stattfindende Stubete, das Ridicule der Helmut Förnbacher Company sowie das nach zehn Jahren ein Revival erlebende Fauteuil-Pfyfferli. «Der Vorverkauf läuft auf Hochtouren», ist etwa auf der Homepage des Theaters am Spalenberg zu lesen.

Veranstaltung Vorverkauf Premiere Chance
Mimösli Start:
2. Dezember / 15 Uhr


Kasse Häbse-Theater

Telefon 061 691 44 46
08.01.
Ridicule läuft
bereits


Theaterkasse im Badischen Bahnhof

Tictec
14.01.
Pfyfferli läuft
bereits


Kasse Theater Fauteuil

Telefon 061 261 26 10
22.01.
Charivari Start:
1. Dezember

TicketCorner

Telefon 0848 800 800
01.02.
Stubete läuft
bereits


Kasse Theater Fauteuil

Telefon 061 261 26 10
06.02.
Kinder-
Charivari
Start:
Anfang Januar

Kasse Theater Basel

Migros Claramarkt (Info-Schalter)

M-Parc Dreispitz
07.02.
Zofinger
Conzärtli
Start:
Mitte Januar

Spinnler + Schweizer, Marktplatz
12.02.
Drummeli Start:
13.-16. Januar

Bezugsrechtskarten bei der UBS
14.02.

Ein Ticketkauf ist
selbst für Raschentschlossene reine Glückssache.
Auch
hier ist ein bisschen Glück dabei. Restkarten sind immer wieder an der
Tages-/Abendkasse erhältlich. Nachfragen lohnt.
Wer
rechtzeitig reagiert, sollte zu den gewünschten Tickets kommen. Nicht
vergessen: Das Platzangebot ist aber auch hier nicht unlimitiert.