Die Finanzen – «ein ewiges Thema»

3. Juli 2001 | Von | Kategorie: Nachrichten

Von wegen Sommerloch. Das Fasnachts-Comité hat sich im Juni zu seiner traditionellen Klausur-Tagung zurückgezogen – nun liegen die Ergebnisse vor. Haupttraktandum: die Finanzen. «Ein ewiges Thema», wie Comité-Mitglied Felix Rudolf von Rohr gegenüber Basler Fasnacht Online (BFO) erklärt. Fakt ist, dass das Comité bei den Plaketten- und Drummeli-Preisen im kommenden Jahr moderate Anpassungen vornehmen wird.

«Die Einnahmen kommen vollumfänglich in den Subventionstopf», so Rudolf von Rohr auf die Frage, ob eine Preispolitik bei völliger Transparenz nicht einfacher durchzusetzen und zu begründen sei. Die Preise für die Plaketten wurden letztmals 1995 angepasst. «Seither sind die Herstellungs- und Nebenkosten angestiegen», heisst es in der heute veröffentlichten Medienmitteilung. Mit steigender Teilnehmerzahl sind auf der anderen Seite aber auch die Subventions-Erwartungen deutlich höher. Die Preisanpassung kommt deshalb sehr direkt den aktiven Fasnächtlern zugute. Zwar liegen die Verkaufspreise neu bei sieben Franken für Kupfer (bisher sechs Franken), 14 Franken für Silber (12) und 45 Franken für Gold (40) – gleichzeitig wurde aber auch die Marge für den Wiederverkauf erhöht: Für Kupfer- und Silberplaketten erhalten die beim Comité gemeldeten Einheiten neu 30 statt 25 Prozent (analog der bisherigen Provision für den Verkauf der Gold-Plakette).

Die zweite Anpassung betrifft die Drummeli-Tickets. «Man muss wissen, dass wir die einzige Vorfasnachts-Veranstaltung sind, die den aktiven Fasnächtlern zugute kommt», gibt Rudolf von Rohr zu bedenken. Vor dem Hintergrund der gestiegenen Infrastruktur-Kosten (in diesem Jahr kam beispielsweise erstmals ein «Beamer» zum Einsatz) seien die Preisänderungen notwendig: Die verschiedenen Kategorien kosten neu 44 (bisher 42), 34 (32) und 20 (28) Franken. «Die billigen Plätze waren bisher etwas zu teuer», gibt Rudolf von Rohr im Gespräch mit BFO unumwunden zu – trotz dieser deutlichen Preisreduktion in der tiefsten Kategorie sollten für das Comité unter dem Strich aber Mehreinnahmen resultieren. Dass die neuen Strukturen auch ein Tribut an die zahlreichen Konkurrenz-Veranstaltugen seien, verneint er. «Aber selbstverständlich hat die Drummeli-Arbeitsgruppe unter Gilbert Thiriet die verschiedensten Faktoren und somit auch einen Preisvergleich mit einem Charivari oder Mimösli berücksichtigt.» Insgesamt dürfte bei der – gemessen an den Teilnehmern – grössten Produktion unter dem Strich ein sechsstelliger Betrag hängen bleiben.

Daneben ist das Fasnachts-Comité laufend auf der Suche nach neuen Einnahmequellen. «Kaum bekannt ist die Fasnachts-Sammlung», sagt Rudolf von Rohr. Darin werden vor den «drey scheenschte Dääg» jeweils Firmen angegangen, die beispielsweise nicht die Möglichkeit zum Inserieren im Drummeli-Programmheft oder dem Fasnachts-Führer «Rädäbäng» haben. Bei dieser «Bettelaktion» kommen ebenfalls rund 20 000 bis 30 000 Franken zusammen. «Es gibt schliesslich auch viele, die von der Fasnacht profitieren», sagt Rudolf von Rohr abschliessend gegenüber BFO.