Die vierte Auflage des Sternmarsches der Basler Guggemuusig Gemeinschaft (BGG) stiess am 17. Oktober 2002 bei der Bevölkerung auf grosses Interesse. Dies wohl auch Dank der Idee, den Anlass an einem Donnerstagabend durchzuführen, da die Geschäfte in der Innerstadt dann länger geöffnet sind. Drei Formationen starteten im Kleinbasel, vier im Grossbasel. Ihr Ziel war der Marktplatz. Unterwegs gaben sie jeweils ein Platzkonzert.
Die tagsüber sorgenvollen Blicke der Verantwortlichen zum grauen Himmel erwiesen sich als unbegründet. Hätte es so stark wie am Vorabend geregnet, wäre die karitative Aktion buchstäblich ins Wasser gefallen. Doch glücklicherweise blieb es an diesem Abend trocken. Erst beim Schlusskonzert öffnete der Himmel seine Schleusen.
Die Sternmärsche der BGG sind jeweils mit einer Sammelaktion verbunden. Der Erlös geht dieses Jahr an die «Elternvereinigung für das herzkranke Kind». Diese informierte auf dem Marktplatz an einem kleinen Stand über ihre Tätigkeiten. Daneben waren Mitglieder der Glaibasler Schränz-Brieder an Grill- und Getränkeständen für das leibliche Wohl der Besucher besorgt. Die Bezirksfeuerwehr Basel, welche die Sammelaktion unterstützte, war mit vier Fahrzeugen angerückt. Diese waren natürlich für die Kinder die grosse Attraktion. Einen grossen Feuererwehrhelm auf dem kleinen Kopf nahmen sie stolz auf dem Führersitz Platz. Am liebsten hätten sie noch Martinshorn und Blaulicht eingeschaltet, doch das war verständlicherweise nicht erlaubt.
Auf einer Tribüne vor dem Rathaus eröffnete um 18.35 Uhr das Spiel der Glaibasler Schränz-Brieder den musikalischen Reigen. Nach einer kurzen Pause gings dann ab 19.30 Uhr Schlag auf Schlag, als die sieben Formationen im Viertelstundentakt auf dem Platz einmarschierten. Im Vortrab Feuerwehrleute in voller Montur und mit Sammelbüchsen, im Schlepptau eine mehr oder weniger grosse Fangemeinde. Als erste brachten die Ohregribler via Eisengasse «Weisse Rosen aus Athen» auf den Marktplatz. Ihnen folgten die Pumperniggel, Rätsch-Beeri und Räpplischpalter. Alle spielten auf der Tribüne zwei bis drei Stücke, sehr zur Freude der immer grösser werdenden Menschenmenge. Die Gugge Mohrekopf begeisterte gar mit einem bühnenreif gesungenen «Sierra Madre». Den Schluss machten die Orginal Chnulleri und die Grunz-Gaischter. Um 21.30 Uhr vereinten sich alle acht Formationen zu einem imposanten Monsterkonzert. Weder die Musiker noch die Zuhörer liessen sich durch den doch noch einsetzenden Regen stören, sondern genossen die tolle Atmosphäre bis zum letzten schrägen Guggeton.



