Jä, ‘s isch gsy wie allewyyl. Donnerstag, 14. Februar. Der Himmel präsentiert sich grau in grau. Aber wenigstens ist es trocken. «Rush hour» am Blumenrain. PWs, Lieferwagen, LKWs, gelbe und grüne Trams schlängeln sich vorbei.
Punkt zehn Uhr. Also genau 90 Stunden vor dem Morgestraich. Da hört man plötzlich Sirenentöne. Die Lufthyler-Waggis in ihren traditionellen schwarz-weissen Waggiskostümen kommen im alten, offenen Polizei-Überfallwagen vor das Hotel Drei Könige vorgefahren. Ihnen folgt der grosse Einsatzwagen der Basler Berufsfeuerwehr. Die Hebebühne wird ausgefahren, und zwei Mann lassen sich zu den drei Königen über dem Eingangsportal emporhieven. In luftiger Höhe beginnen sie, die Könige in Waggiskostüme zu kleiden. Und genau um 11.02 Uhr ist es soweit: Ausgestattet mit Waggislarven, blauen Blusen mit bleu-blanc-rougen Rossetten und weissen Hosen grüssen die Könige huldvoll herab. Es ist dies bereits das 27. Mal, dass die Lufthyler-Waggis diese vorfasnächtliche Verkleidung durchführen.
Jä, ‘s isch gsy wie allewyyl. Wieder schaute eine grosse Menschenmenge (die Veranstalter schätzten etwa 200 bis 300 Personen) dem Spektakel zu. Darunter befanden sich erfreulich viele Kinder. Das Hotel Drei Könige hatte erneut die Basler Kinder-Tagesstätten eingeladen. Viele Bingisse kamen kostümiert, stolz die selbstgebastelten Larven auf dem Kopf. Die Kinderkrippe «Wirbelwind» vom Petersgraben marschierte gar mit Trommlern und Pfeifern an.
Alle Kinder konnten an einem Ballonflug-Wettbewerb teilnehmen, und schon bald trugen die blauen Ballone die Karten mit den Adressen der Absender möglichst weit davon. Den beiden, deren Ballon am weitesten fliegen wird, winkt als Preis ein Gutschein für einen Geburtstagsbrunch im Hotel Drei Könige. Dazu eingeladen sind Eltern, Geschwister und vier Freunde.
Jä, ‘s isch gsy wie allewyyl. Bei Ankunft der Lufthyler-Waggis spielten auf dem Balkon die FG-Guggen Krach-Schnygge 1964 und Gugge-Mysli 1956. Anschliessen verkürzten sie, vor dem Hotel spielend, während der Verkleidungs-Zeremonie den Zuschauern die Zeit mit fetzigem Gugge-Sound. Daneben fanden die Becher mit Weisswein oder Orangensaft sowie die Kääsküechli, welche die Lufthyler-Waggis anboten, reissenden Absatz.
Jä, ‘s isch gsy wie allewyyl. Die Zahl der geladenen Gäste beim anschliessenden Apero und dem «VIP Insider-Lunch» hatte wieder zugenommen. Tradition ist der Auftritt des «Schorsch vom Haafebeggy zwai». Und auch dieses Jahr wurde Pitt Buchmüller, Obmann der Lufthyler-Waggis, die Ehre zuteil, mit drei träfen Versen aufs Korn genommen zu werden.



