Ins Fasnachts-Comité ist Bewegung gekommen – und wie: Unlängst liess Radio Basilisk die Bombe platzen, wonach Obmann Alex Fischer nach der Fasnacht 2003 aufhören werden (Basler Fasnacht Online berichtete), und nun bestätigt auch Gilbert Thiriet Rücktrittsgedanken. «Beruf und die Verantwortung für das Drummeli lassen sich nebeneinander nicht mehr mit der gebotenen Seriosität erledigen», verrät er im Interview mit der Basellandschaftlichen Zeitung.
1998 rückte Thiriet ins Comité, seit 2000 ist er für die – gemessen an den Teilnehmenden – mit Abstand grösste Vorfasnachts-Veranstaltung, das Drummeli, verantwortlich. «Ein sehr intensiver Job», wie der Strafgerichtspräsident im Gespräch mit bz-Redaktor Pierre A. Minck ausführt. Thiriet weicht auch der Frage, weshalb Drummeli-Regisseur Jürg Hatz nach drei Jahren bereits wieder den Hut nehmen musste, nicht aus – und er gibt sich in Sachen «Rahmestiggli» für die Ausgabe 2003 durchaus optimistisch. Das komplette Interview erscheint in der Samstags-Ausgabe der bz.
Die Diskussionen rund ums Comité dürften damit so richtig lanciert sein. Zwar wird kaum noch bezweifelt, dass Statthalter Felix Rudolf von Rohr im April das Amt des Obmanns übernehmen dürfte – durch das Ausscheiden von Fischer und Thiriet werden aber zwei Plätze im obersten Fasnachts-Gremium frei. Und dies weckt Begehrlichkeiten. In die Amtszeit Fischers fallen etwa die erstmalige Berufung einer Frau (zu Corina Christen gesellten sich mittlerweile Pia Inderbitzin und Florence Develey) sowie mit Carlos Methner auch diejenige des ersten Guggemusikers. Während der scheidende Obmann immer wieder betont, dass primär die Fähigkeit der Person und nicht eine Quoten-Regelung auf Grund deren Funktion an der Fasnacht im Vordergrund steht, haben sich in jüngster Vergangenheit (noch) nicht vertretene Gruppierungen, wie etwa die Wägeler, lautstark zu Wort gemeldet.



