«Das Interesse des Publikums am Pfyfferli 04 ist überwältigend.» Mit diesen Worten eröffnet eine sichtbar stolze Caroline Rasser die Medienorientierung im Fauteuil-Theater am Spalenberg. Nach zwölf erfolgreichen Jahren verfiel die beliebte Vorfasnachtsveranstaltung in einen zehnjährigen Dornröschenschlaf. Nun steht fast das ganze alte «Dream-Team» wieder auf der Bühne, musikalisch unterstützt durch das «Urgestein» Arth Paul. Ermöglicht wurde dies, nachdem es Caroline Rasser gelungen war, den erfolgreichen Regisseur Rolf Lansky wieder zu gewinnen. Alle Vorstellungen sind praktisch ausverkauft, Restkarten gibt es nur noch für den 22., 28. und 29. Februar. Daher wurden zunächst zwei Zusatzvorstellungen eingeplant – nachdem auch diese innert kürzester Zeit ausverkauft waren, sind nun nochmals zwei zusätzliche Aufführungen für den 9. und 16. Februar angesagt. Die Tickets dafür gibt es ab morgen, 6. Januar – «s het solangs het».
Regisseur Rolf Lansky beschreibt das neue Programm als «eine Mischung aus Nostalgie und Modernität». Ursprünglich war geplant, einfach die alten Erfolgsnummern nochmals zu spielen. Doch ohne jemand angefragt zu haben, wurden neue Texte angeboten. «Das mag daran liegen, dass Politik in Basel wieder interessant ist», meint Lansky. Dennoch werden Prolog und Epilog aus dem alten Programm übernommen. «Dass auch ein Ostschweizer (gemeint ist Urs Bosshardt; die Red.) auf der Bühne einer Vorfasnachts-Veranstaltung steht, beweist, dass Basel gar nicht mehr so fremdenfeindlich ist», bemerkt Lansky lächelnd. Besonders freut es ihn, dass Arth Paul wieder mit dabei ist. «Es ist toll, wie Paul uns an der Kandare hat, wenn er seine Sachen spielt. Das ist wie einst bei Karajan.» Worauf dieser trocken entgegnet: «Der war ja auch ein Österreicher».
Die Regie liegt in den Händen von Lansky und Sabine Rasser. «Ich dachte erst, dass es nicht möglich ist, dass zwei kreative Menschen sich diese Aufgabe teilen und gemeinsam im gleichen Brei rühren», so Sabine Rasser. Aber nun klappt die Arbeitsteilung doch ausgezeichnet. Mitwirkende am «Pfyfferli 04» sind Colette Greder, Stefanie Hargitay, Caroline Rasser, Urs Bosshardt, Peter Richner und Dani von Wattenwyl sowie Thomas Moeckel mit den «Little Big Horns», d’Bajass Alti Garde (Pfeifer und Tambouren) und Arth Paul als «roter Faden» am Klavier. Von den vier von Caroline Rasser angefragten Bängg «Schorsch vom Hafebeggi II», «d Striggede», «Peperoni» und «die Verschiffte» haben alle zugesagt. Sie treten alternierend (immer zwei pro Abend) auf. Das Bühnenbild schuf Christoph Knöll.
Am 22. Januar hebt sich erstmals der Vorhang zum Pfyfferli 04. Dann heisst es im Prolog:
«’s ligt aifach ebbis in dr Luft,
drum stirz Di ins Getümmel.
’s ligt aifach ebbis in dr Luft,
dr Bebbi isch im Himmel».



