Es gibt für einen FCB-Fan nichts Schlimmeres als die fussballlose Zeit. Diese ist vorüber – den Flanken-, Freistoss-, und Steilpass-Göttern sei Dank. Höher eingestuft als der FC Basel wird hierzustadt nur noch die Fasnacht. Und damit es all den Närrinnen und Narren ob der langen Wartezeit nicht zu langweilig wird, weckt sie das OK des «Ladärnli» aus ihrem 230-Mool-Schlaf mit der überraschenden Nachricht: «Ladärnli pausiert im 2004.»
Das Programm für die Vorfasnachts-Veranstaltung im Gundeli-Casino, die bisher alternierend mit der «Räppli-Serenaade» (Saalbau Rhypark) im Zweijahres-Rhythmus durchgeführt worden ist, habe zwar in groben Zügen bereits bestanden, teilt OK-Präsident Markus R. Weber mit. Einer der Gründe für den Entscheid, aufs Ladärnli 2004 zu verzichten, sei die nicht gesicherte Finanzierung. Auch habe die Ankündigung von Caroline Rasser, das «Pfyfferli» wieder aufleben zu lassen, eine Rolle gespielt.
Laut der Mitteilung stellt sich Weber «die ernsthafte Frage»: «Wie viel Vorfasnacht verträgt es eigentlich, und macht es Sinn, in einem übersättigten Segment soviel Mühe und Herzblut zu investieren?» Und gibt gleich die Antwort: «Des Guten wirklich zu viel.» Für die Zukunft sei definitiv noch nichts entschieden – «vielleicht veranstalten wir ein Ladärnli 2005 oder sonst ein Happening», es sei auch denkbar, mit einem neuen Konzept aufzuwarten oder Veranstaltungen zu organisieren, «die terminlich nicht in die Vorfasnachtszeit fallen».
Für die nahe Zukunft heisst es aber nun für die Fasnächtlerinnen und Fasnächtler, sich ohne Ladärnli auf die Fasnacht einzustimmen. Bleibt der Trost, dass sie am Morgestraich wenigstens eines auf dem Kopf haben und die Hoffnung, dass diesem nicht auch noch der Pfuus ausgehen möge…



