Vom 22. Februar bis 1. März findet das Monstre-Trommelkonzert 2003, kurz «Drummeli» genannt, im Grossen Festsaal der Messe Basel statt. Felix Rudolf von Rohr (Statthalter) und Schille Thiriet (Drummeli-Verantwortlicher) vom Fasnachts-Comité sowie Drummeli-Regisseur Renato Salvi orientierten die Medien im Vereinslokal der Spezi-Clique im St. Alban-Tor über den Anlass.
Wie Rudolf von Rohr erklärte, läuft das «Drummeli 03» in gewohntem Rahmen ab. Aussergewöhnliches, wie etwa eine Striptease-Nummer, sei nicht vorgesehen. Den Hauptteil bestreiten die Stammvereine. Immer nach zwei Cliquen-Vorträgen folgt als Auflockerung entweder ein Rahmestiggli oder ein Schnitzelbangg. Die im Vergleich zu anderen Veranstaltungen günstigen Billett-Preise konnten beibehalten werden, da sowohl die Verantwortlichen als auch die Teilnehmer ehrenamtlich mitmachen. Insgesamt wirken rund 1300 Fasnächtlerinnen und Fasnächtler mit. Für Bühnentechnik, Ton- und Lichtregie sind zudem rund 20 Personen im Einsatz. Ein eventueller Gewinn geht dann via Subventionen zurück an die Fasnächtler.
Am Drummeli treten im Zweijahres-Rhythmus alternierend die Hälfte der Stammvereine auf. Dieses Jahr sind dies Alti Glaibasler, Alti Richtig, Alti Stainlemer, Basler Dybli, Basler Rolli, Breo Clique, Glunggi, Gundeli, J.B.-Clique Santihans, Junteressli, Rhygwäggi, Rhyschnoogge, Sans-Gêne, Schnooggekerzli, Schnurebegge, Spale-Clique, Spezi-Clique, Vereinigte Kleinbasler und Wettstai-Clique. Die Naarebaschi (sie werden 25 Jahre alt) werden an der Freitagsvorstellung vom 28. Februar nach einem separaten Jubiläums-Auftritt vom Fasnachts-Comité geehrt. Weitere Programmteile sind die Drummel- und Pfyfferschuel Lälli (Binggis und Junge Garde), die 40-jährige Guggemuusig Rhyschwalbe (Gugge FG), die Comité-Schnitzelbängg Kärnebigger und Schwoobekäfer sowie acht Rahmestiggli.
In musikalischer Hinsicht fällt auch am Drummeli der Trend zur Blas- und Marschmusik auf. Neben bereits arrivierten Kompositionen wie «Basler Marsch» und «San Carlo» sind mindestens drei Märsche dieses Genres zu hören. Auch musikalische Beiträge aus Film, Rock und Jazz fehlen nicht. Daneben werden aber auch durchaus traditionelle Fasnachts-Kompositionen und ein alt-überlieferter Trommelmarsch dargeboten. Alles in allem wird ein bunter Querschnitt durch die aktuelle Fasnachtmusik zu geniessen sein. Dabei kann man von acht traditionellen Märschen sprechen, sieben Kompositionen sind neu oder fürs Drummeli neu arrangiert worden – «und bei vier Stücken handelt es sich um traditionelle, teils alte und selten aufgeführte Märsche», so Rudolf von Rohr zum musikalischen Teil.
Bei den Rahmenspielen führt dieses Jahr erstmals Renato Salvi Regie, assistiert von Doris Wacker. Der bald 35-jährige Salvi ist in Basel kein Unbekannter: Seit über fünfzehn Jahren ist er als Schauspieler, Regisseur und Produzent an verschiedenen Kleintheatern in Basel und Umgebung tätig, zuletzt im Theater Fauteuil. Das Rahme-Team blieb unverändert: Es sind dies Erika Giger (Bötschli), Adelheid Dörflinger (Strouppi), Barbara Kleiner (Kurtli), Silvia Adler, Cornelia Soliva, Walter Aeppli (Wäppi), Daniel Schärli, René Quinche, Sämi Moor und Franz Bauer. Während der Prolog den gewohnten Rückblick auf das vergangene Jahr vornimmt, widmet sich der Epilog ganz der Fasnachtsplakette. Über die «Stiggli» verriet Salvi nur so viel, dass der FCB und die Champions League, der Münsterengel, der Regierungsrat und die Sicherheits-Politik thematisiert werden. Zudem wirft man einen allerletzten Blick zurück auf die Expo 02.
Das Bühnenbild stammt wieder von Daniel Vetsch. Statt Häuser oder Figuren werden Buchstaben und Wörter im Vorder- und Hintergrund stehen. Die Kostüme stammen von Lotti Köpf, für die Maske ist Diana Fischer verantwortlich.
Ein Teil der Tickets wird wie gewohnt über die Cliquen verkauft. Die über den öffentlichen Verkauf gelangenden Karten werden unter notarieller Aufsicht verlost.
Saalöffnung ist jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn (18.30 respektive 13.30 Uhr). Im Saal (nicht aber auf dem Balkon) werden vor und während der Vorstellung Getränke, sowie warme und kalte Speisen serviert. Als Treffpunkt in der Pause und nach der Vorstellung dienen wiederum die vom Restaurant «L’Escale» betriebene Bar im Foyer und die «Fasnächtler-Beiz» im Kleinen Festsaal.



