Es wurde wieder gemordet im Umfeld der Studenten-Verbindung Zofingia. Das Resultat: Drei «dramatis personae» – oder vulgo «Stiggli-Lyyche» –, die es in sich haben. Amélie Fett, Dosé N. Öffner und Beta Blocher. Damit wird auch das 116. Zofingerconzärtli wiederum hochkarätig besetzt sein. Zumindest auf der Bühne. Zwar werden die «Lyyche» von der Studentenschaft jeweils an die älteste Basler Vorfasnachts-Veranstaltung eingeladen – zugesagt habe bisher allerdings lediglich Anita Fetz, wie der diesjährige Conzärtli-Verantwortliche Christian Hochstrasser im Gespräch mit Basler Fasnacht Online verrät. «Christoph Blocher hat abgesagt, bei André Dosé ist die Entscheidung noch offen.»
Die Ausgabe 2004 startet nicht unbedingt unter optimalen Voraussetzungen: «Etwa die Hälfte der 20 involvierten Personen wird in der Conzärtli-Woche mit mehreren Uni-Prüfungen beschäftigt sein», erklärt Hochstrasser. Und schiebt nach: «Bologna lässt grüssen!» Er geht davon aus, dass es wegen des wachsenden Drucks in den kommenden Jahren noch schwieriger werde, Leute für die Conzärtli-Teilnahme gewinnen zu können. «Wir sind aber überzeugt, auch in diesem Jahr wieder ein gutes Programm auf die Beine gestellt zu haben.»
1889 ging das Zofingerconzärtli erstmals über die Bühne – lange Zeit aber in sehr intimem Rahmen. Die Studentenaufführung bediente sich bei der Pointen-Suche vorab im Basler «Daig» und bei Uni-Internas; seit einigen Jahren sind diese engen Grenzen aufgehoben worden. «Der Wille, auch in Zukunft als Amateur-Truppe gegen das professionellere Vorfasnachts-Angebot bestehen zu können, ist da», so ein zuversichtlicher Hochstrasser. «Das ‹Feu sacré des Conzärtli› brennt auf jeden Fall schon jetzt wieder in jedem Fagunzen…» Frei nach dem Motto:
Was isch im ledschde Joor bassiert?
Wo het sich naime-n-ain blamiert?
’s wird kritisiert, ’s wird parodiert,
’s wird uf der Bihni ummegfiehrt.
Das isch Fagunzebruch.
Die Auflösung gibts an lediglich drei Abenden: Das Conzärtli 2004 wird vom 12. bis 14. Februar im Stadtcasino gespielt. Für die ersten beiden Abende sind gemäss Hochstrasser noch jeweils rund 50 Tickets erhältlich (Vorverkauf bei Spinnler + Schweizer am Marktplatz 11). Und übrigens: Der traditionelle musikalische Part wird wiederum durch Christian Brunner («Kleine Konzertfantasie von Studentenliedern») bestritten – für fasnächtliche Klänge sorgen die Alte Glaibasler. Natürlich eine Männerclique. Tradition ist schliesslich Tradition.



