Charivari: Probebesuch schürt Erwartungen

8. Februar 2011 | Von | Bilder: Dennis L. Rhein | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Man scheint auf gutem Weg bei der neuen Charivari-Crew; diesen Eindruck vermittelt ein Besuch bei den Proben. Die «Mimpfeli» aus den Rahmenstücken wecken hohe Erwartungen, die angekündigten musikalischen Nummern angesichts der hochkarätigen Besetzung sowieso. Und das Wichtigste für die Besucher: Piccolos mitbringen!

Eine gewisse Hektik ist bei Regisseur und Schauspielern, aber mehr noch bei den Organisatoren zu spüren. Kein Wunder, in wenigen Tagen beginnt das Charivari, und erst am Montag konnte man ins Volkshaus einziehen. Der gedrängte Zeitplan bringt laut Programmchef Erik Julliard Termine um sieben Uhr morgens mit sich – ein Alptraum für Kreativ-Schaffende… Trotzdem scheint man im Plan, sowohl beim Drumherum wie auch im Programm selbst.

Der neugierigen Medien-Meute wurden «Mimpfeli» aus zwei Rahmenstücken gezeigt, welche die Bandbreite des Programms aufzeigen sollen. In der Nummer «Salon Bâle» dominiert der Klamauk; David Bröckelmann präsentiert seine phänomenale Imitierkunst und Colette Studer eine geballte Ladung erotische Ausstrahlung. Dieselbe Künstlerin präsentiert sich als «Helvetia» nachdenklicher in einem Stück voller Wortwitz. Die kurzen Stücke liessen die Erwartungen steigen und die Vorfreude auf mehr.

Auf der musikalischen Seite sind die Erwartungen ohnehin hoch bei einem Teilnehmerfeld aus Top Secret, Naarebaschi, Schotte Clique und je einer Star-Pfeifer- und Trommelgruppe. Wobei Julliard bei letzterer noch im letzten Moment das Programmheft korrigieren musste: Mit Pascal Labhardt sind jetzt sogar vier Trommelkönige auf der Bühne. Diese Top-Musiker präsentieren dem Publikum ab nächsten Samstag drei BWUUF (= Basler Wält-Uur-Ufffiehrige).

Einiges einfallen liess sich auch Regisseur Danny Wehrmüller, der unter anderem einen «Roten Faden» einweben lässt, in dem kein Wort fällt. Die fallen dafür hoffentlich sehr pointiert beim «Schwoobekäfer» und einem in jeder Vorstellung wechselnden Schnitzelbangg. Verraten sei weiter, dass das gesamte Charivari 2011 in einem Estrich spielt, den Rest muss – und sollte – man sich selbst anschauen. Und dabei nicht vergessen, das Piccolo mitzubringen, sofern man einige «graadi Deen» darauf pfeifen kann. Als Schluss wird nämlich – wie vor gefühlten hundert Jahren, als René Roth noch Programmchef war – der «General-Arabi» gepfiffen.

Glaibasler Charivari. 12. – 26. Februar im Saal des Volkshaus Basel. Tickets zu CHF 65.- und CHF 70.- sowie diverse Hospitality-Angebote. Vorverkauf bei Manor, Greifengasse 22, Manor, St. Jakob-Park,  Manor, Rathausstrasse 59, 4410 Liestal und im Basel Tattoo Shop, Schneidergasse 27. Mehr unter http://www.charivari.ch/.