Für die am kommenden Samstag anstehende Premiere des Charivari sind OK-Team und Schauspieler ganz im Zeitplan. Dies ergab ein Probenbesuch am 24. Januar. Als eher enttäuschend bezeichnete OK-Chef Erik Juillard aber den Vorverkauf; es habe noch für fast alle Vorstellungen Tickets.
„Wir haben ein äusserst gutes Produkt, aber die Leute nehmen es noch so an, wie wir das erhofft haben“, erklärte Juillard beim Probenbesuch. Dass man für fast alle Vorstellungen noch Plätze in allen Kategorien frei habe, bezeichnete der OK-Chef als „unter en Erwartungen“, gab sich aber gleichzeitig optimistisch, dass die Tickets schnell weggehen, wenn die erswten Besucher sehen, was ihnen geboten wird.
Tatsächlich scheint das Charivari in der Ausgabe von 2012 äusserst vielseitig und auf hohem Niveau zu sein. Zumindest der Prolog, der als „Mimpfeli“ geboten wurde, besticht durch viel Wortwitz und perfekte Reime. Es wird aber auch zwei Rahmenstücke haben, die „voll auf Klamauk setzen“, so Regisseur Danny Wehrmüller.
In den Vorbereitungen ist man voll im Zeitplan und in den letzten Zügen: „Wir haben gestern zum ersten Mal die Volkshaus-Bühne geentert und waren froh zu sehen, dass das Bühnenbild mit sechs Metern Originalgrösse ‚verhebbt’“, zeigte sich der Regisseur erleichtert.
Viel verspricht sich Wehrmüller von der Nummer, in der jeden Abend ein bekannter Politiker auf der Bühne in die Mangel genommen wird: „Die Politiker wissen lediglich, dass sie Gäste einer Talk-Show sein werden; Einzelheiten kennen sie nicht. Wir werden uns über sie lustig machen, aber mit Niveau. Und wenn sich der Betreffende gelassen und vielleicht sogar witzig zeigt, wird e einem Renommée sicher nicbt schaden.“
Erik Juillard ergänzt, dass es selbstverständlich nicht gehe, dass ein Politiker einfach seine Werbespots zum besten gibt. Deswegen kann er auch nicht verstehen, dass diese Nummer – vor allem diejenige mit Altbundesrat Blocher als Gast – so viel Aufregung verursacht hat – ist darüber aber auch nicht böse: „Auch das ist Werbung, undm ich hat das Theater eher amüsiert.“
Bleibt abzuwarten, ob diese Gratis-Werbung und die Mund-zu-Mund-Propaganda nach der Premiere hilft, die letzten Plätze im Volkshaus-Saal noch besetzt zu bekommen. Zu wünschen wäre es dem OK und dem ebenso engagierten Ensemble. Mindestens die hatten bereits ihren Spass an en einzelnen Nummern und auch die musikalischen Akteure – etwa bei der Nummer „Charivari on the Rocks“, wie Juillard sagte: „Als man von AC/DC nahtlos zu den „Alte Schwyzer“ wechselte, huschte allen ein seliges Lächeln über’s Gesicht.
Charivari 2012: 28. Januar bis 11. Februar, jeweils 20.00 Uhr im Volkshaus. Vorverkauf ab 11. 11. an allen Verkaufsstellen des Ticketcorners. Weitere Informationen und Buchung der Hospitality-Angebote: Glaibasler Charivari, c/o Basel Tattoo Shop, Schneidergasse 27, 4001 Basel, www.charivari.ch, ticket@charivari.ch.



