«Ob blau, wyss, rot, ob Bundeshuus – me haggt enander d Augen uus», umgesetzt als stolze Kampfhähne in Blätzli-Kostümen. Wer die Wagen-Clique Gränzgänger an der diesjährigen Fasnacht sah, konnte nicht ahnen, dass die rund 24000 Filz-Stücke eine lange Geschichte und Reise hinter sich hatten.
Hans Ruedi Grünenfelder ist noch immer aktiver «Gränzgänger», obwohl er seit einigen Jahren in Huntersville im Staat North Carolina in den USA wohnt – ausgerechnet im Baumwoll-Land. «Den Filz für das diesjährige Sujet-Kostüm haben wir deshalb bei Mary Joe’s in Castonie gekauft», erklärt uns Grünenfelder. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies: Je sechs Ballen in weiss, rot und blau. Nach dem Kauf gingen diese ein erstes Mal auf reisen – per Flugpost nach Basel, wo sie von der Firma Brand veredelt wurden.
Danach hiess es: Startklar zum Rückflug nach Huntersville. Dort sind aus den Filzstücken 15 individuelle Kostüme entstanden – macht pro Kostüm die stolze Zahl von 1600 Blätzli. «Meine Frau hat diese in durchschnittlich drei Arbeitstagen pro Kostüm aufgenäht», blickt der passionierte Fasnächtler zurück. «Dann flogen die fertigen Blätzlibajasse mit der Swissair wieder zurück in die Schweiz.» Als die Gränzgänger am 5. März auf die Piste gingen, steckten somit je rund 12000 Flugmeilen in jedem Kostüm. Grünenfelder meint augenzwinkernd: «Ein Rekord fürs Guiness-Buch der Rekorde.»



