Bei garstigem Herbstwetter fand am Samstag, 8. Oktober 2011 der 13. Sternmarsch der Basler Guggemusig Gmeinschaft (BGG) statt. Diese hat sich zum Ziel gesetzt behinderten Menschen aus unserer Region mit einer jährlichen Sammelaktion in Form eines «Guggen-Sternmarsches» mit unbürokratischer und schneller finanzieller Direkthilfe zu unterstützen. Mit der JB-Clique Santihans nahm schon zum fünften Mal ein Stammverein am Sternmarsch teil und bewies so dass es eine Solidarität unter den Fasnächtlern gibt. Schirmherr war erneut Regierungspräsident Guy Morin.
War Petrus am Samstag, dem 8. Oktober schlecht gelaunt, oder lag es an der Zahl 13? Jedenfalls herrscht am Tag des 13. Sternmarsches der Basler Guggemusig Gmeinschaft (BGG) richtiges Hudelwetter. «Am Morgen als die Aufbauarbeiten auf dem Barfüsserplatz begannen regnete es in Strömen», berichtet Präsident Daniel Bachmann gegenüber Basler Fasnacht Online. Und das war auch noch um 12 Uhr bei «angenehmen» 10 Grad beim Presse-Apéro der Fall. Wobei der Ausdruck «Presse-Apéro» ziemlich übertrieben ist, denn wir waren die einzigen Vertreter der grossen Basler Presselandschaft! «Da dieses Jahr das Wetter nicht mitspielt und dadurch der Spendenbetrag geringer ausfallen wird ist die Elternorganisation „intensiv-kids“ auch nächstes Jahr als Spendenempfänger vorgemerkt», erklärt Bachmann.
Organisiert wurde der Sternmarsch durch die Gugge Ohregribler, die neben dem Einsatz an den Verpflegungsständen ab 12.30 Uhr die Zuhörer auch musikalisch unterhält. Wie sie mit «I wanna go home» loslegen hört der Regen kurz auf. Als sie sich um 13 Uhr wieder zurückziehen verlieren sich die wenigen Guggenfans auf dem grossen Platz vor der Barfüsserkirche. Sie verteilen sich mühelos unter die Vordächer der Verpflegungsstände, an denen zu moderaten Preisen Kafi, Kafi Lutz, Mineral, Gin Tonic, Prosecco, Chardonnay, Gamay, Salice Salentino, Mineralwasser, Warteck-Bier, Cardinal Eve, Kuchen, Klöpfer, Kalbsbratwurst, Plätzli und Schnitzelbrot angeboten werde. Als erste Gruppe marschiert um 13.40 Uhr aus der Barfüssergasse die JB-Clique Santihans ein. Mit «Liberty Bell» und dem «Basler Marsch» zaubern sie erstmals so etwas wie Fasnachtsstimmung auf den Seibi. Dann geht es Schlag auf Schlag weiter. Punkt14 Uhr erscheinen die Pumperniggel und zwanzig Minuten später die Rätsch-Beeri.
Dann folgt eine längere Pause. Die Grossen nutzen die Zeit für einen Smalltalk, während Kinder die zahlreichen Tauben fütterten. Um 15 Uhr kommen die Räppli-Spalter mit einer Fan-Gruppe im Schlepptau. Dem Wetter zum Trotz spielen sie «You are my Sunshine». Dabei sitzen sie ab, singen «La la la lala» und ernten für den Gag natürlich Beifall. Wieder folgt eine leider nur kurze Regenpause. Als die Gugge Mohrekopf mit einem Trompeten- statt Tambourmajor ihre «Swiss Lady» spielt hat es glücklicherweise mehr Publikum. Wohl zum Dank dafür zeigt sich um 15:40 Uhr ein erster Sonnenstrahl! Somit sind die Glaibasler Schränz Brieder die erste Gruppe welche sich bei Sonnenschein präsentieren kann. Ehe die Gruntz Gaischter als zweitletzte Gruppe einmarschieren entlockt ein kleiner Junge der Trompete seines Vaters sichtlich stolz erste laute Töne. Dafür spielt anschliessend die Gruppe zur Freude der weiblichen Zuhörer den Hit, der natürlich an einem solchen Nachmittag nicht fehlen darf: «Ein Stern, der deinen Namen trägt». Den Abschluss machen die Orginal Chnullerie, ausser einer weissen Trompeterin alle einheitlich in schwarze Kaputzenjacken mit der Aufschrift «Missio Narre 2010 Basel» gekleidet. Um 17.10 Uhr ist dann endgültig Feierabend.
Spendenempfänger des diesjährigen Sternmarsches ist die Elternvereinigung «intensiv-kids». Das sind Eltern, deren Kinder medizinische Intensivpflege benötigen oder solche von chronisch kranken und behinderten Kindern. Also Eltern, die stark damit beschäftigt sind das Wohlergehen und das Überleben ihrer Kinder durch medizinische Betreuung sicherzustellen. Es sind Eltern, die der Sterblichkeit ihrer Kinder täglich gegenüberstehen, die mit ihren Kindern stark an zu Hause gebunden sind oder deren Kinder oft im Spital zu Hause sind. Aber auch Eltern «die den Kopf trotzdem nicht hängen lassen». Ihre Standaktion «Zusammen sind wir stärker!» auf dem Barfüsserplatz richtet sich an Bezugspersonen, die sich von diesen Anliegen angesprochen fühlen und den Weg nicht alleine gehen wollen. Ausführliche Informationen dazu unter www.intensiv-kids.ch.



