Bereicherung der übelsten Art

20. Februar 2003 | Von | Kategorie: Nachrichten

2500 Franken für die Rechte, an der Fasnacht 2003 bekannte Melodien «schränzen» zu dürfen? Eine FG-Gugge hat Anfang Woche nicht schlecht gestaunt, als ihr eine Rechnung in dieser Höhe in den Briefkasten geflattert ist. «Die Abrechnung ist sehr formell gestaltet und mit dem Absender Suisa versehen», erklärt Bea Merz, Sekretärin der FG-Gugge gegenüber Basler Fasnacht Online. Aber: Sie ist nicht echt. «Offensichtlich versucht ein Trittbrettfahrer auf Grund der zahlreichen Suisa-Artikel im Januar das grosse Geld zu machen», so Merz.

Noch in der vergangenen Woche wurde an einer Vorstandssitzung der FG-Gugge deutlich festgehalten: Das Thema Suisa-Gebühren ist – zumindest für die Fasnacht 2003 – definitiv vom Tisch. Entsprechend rasch hat die betroffene Gugge nach Erhalt der Rechnung nun reagiert. Bei der Suisa und auch beim Fasnachts-Comité weiss man noch nicht, wer hinter der Aktion steckt. «Die gesammelten Werke werden wir direkt der Rechtsabteilung der Suisa zustellen», sagt die FG-Sekretärin. Und: «Wir wollen den Fall deshalb so schnell publik machen, damit nicht noch fälschlicherweise eine dieser Rechnungen bezahlt wird.» Im Visier des Betrügers dürften möglicherweise auch Cliquen und «wilde» Guggemuusigen sein.