Über ein halbes Jahrhundert musste Basel, die Hochburg fasnächtlichen Pfeifens und Trommelns warten, bis es endlich wieder die Teilnehmer eines Eidgenössischen Tambouren- und Pfeiferfestes in seinen Mauern begrüssen darf. Denn diese vom Schweizerischen Tambourenverband (STV) alle vier Jahre ausgerichteten Wettspiele fanden 1954 letztmals am Rheinknie statt. Nun, vom 29. Juni bis 2. Juli 2006 ist es endlich wieder so weit. Und die 24. Ausgabe unter dem Motto «Basel 2006» steht unter einem besonderen Stern, denn dieses Jahr feiert der STV sein 100-Jahr-Jubiläum.
Wie das Organisationskomitee heute den Medien mitteilt haben sich für «Basel 2006» gegen 3’100 aktive Tambouren, Pfeifer (Basler Piccolo und Natwärrisch-Pfeifer) und Claironisten aus 133 Vereinen angemeldet. Das sind rund zehn Prozent mehr als beim letzten Eidgenössischen 2002 in Sierre. Obwohl noch nicht alle Anmeldungen ausgewertet sind muss das OK noch zwei zusätzliche Säle für die Wettspielkonkurrenz öffnen und bei der Marschkonkurrenz mit zwei Jurys arbeiten. Zudem ist das OK von ursprünglich 18 auf 40 ehrenamtliche Mitarbeitende angewachsen. Am Fest werden dann gegen 500 freiwillige und unbezahlte Helferinnen und Helfer aus den Trägerschafts-Vereinen im Einsatz sein. Neben den über 3’000 Aktiven rechnet das OK mit zehntausenden Zuschauer aus der Schweiz und dem benachbarten Ausland.
Neben den Wettspielkonkurrenzen kommt natürlich bei «Basel 2006» die Unterhaltung nicht zu kurz. Vier ausländische Gastformationen – drei aus den USA und eine aus Frankreich – werden abends auf dem Marktplatz, dem Barfüsserplatz und dem Kasernenareal diverse Bühnenauftritte bestreiten. Und um den Fussballfreunden die Möglichkeit zu bieten, die am 30 Juni und 1. Juli stattfinden Viertelfinalspiele um die Fussball-Weltmeisterschaft mitzuerleben, prüft das OK in Zusammenarbeit mit dem Stadtmarketing die Aufstellung einer Grossleinwand auf dem Marktplatz.
«Parkplätze sind im dichtbesiedelten Stadtkanton Basel Mangelware», so das Organisationskomitee in seiner Mitteilung. Daher werden alle Aktiven gebeten, zur Anreise den öffentlichen Verkehr zu benützen. Die Schweizerischen Bundesbahnen SBB unterstützen diese Bestrebung, indem sie allen angemeldeten Formationen 30 Prozent Ermässigung auf die Fahrpreise gewährt.
Weitere Informationen:
Basel 2006
Schweizerischer Tambourenverband.



