Aufs Loch 30 Bänggler und Bängglergruppen der Comité-Bängg (CB), der Basler Schnitzelbangg Gsellschaft (BSG), der Verainigti Schnitzelbangg Gsellschaft (VSG) und des Comité 2000 haben sich am Montagabend im Traditionslokal «Aeschenplatz» einem buntgemischten Publikum präsentiert. Mit von der Partie – neben weiterer Prominenz – auch der St.Galler Nationalrat Toni Brunner. Gut getarnt als Fasnächtler notabene, denn der fast designierte neue SVP-Präsident hat die Fasnacht im Vortrab der Straifer erlebt, die wiederum zu Karli Schweizers Comité 2000 gehören . . . Ihm hat der jubilierende Hanslimaa (CB) diesen unzweideutig, eindeutigen Vers gemidmet:
Em Toni Brunner sy Kopf –
dasch nur d Umhüllig.
Drin inne ischs Hirni vom Blocher als Füllig
Vergääbets wär s dyschle,
au wemme der Blocher däät schmingge,
well der Fisch – dä foot immer
vom Kopf här aa stingge!
Der abgewählte Bundesrat war mit das Sujet des diesjährigen Bänggler-Marathons. Auch für den Doggter FMH (CB), der harmlos reimt:
Uf eme Buurehof z Bettige äne
mien d Chieh wägere Süüch in Quarantäne.
Im Bundeshuus isch e wytere Fall passiert:
Dört hän si dr Büffel isoliert.
Diagnose: Wenn ich d SVP gseh, mach ich e Wett, ass dä Büffel die scho aagsteggt het.
Passend dazu war später vom VSG-Bangg Rotznaase – mit treffendem Seitenhieb auf den Comité-2000-Leithammel und seinen Bangg, der bekanntlich am Basler Parteitag besagter Partei aufgetreten ist – zu hören:
S Wahlplakat vo der SVP
finde die Maischte doof.
Und s Schwyzer-Volgg waiss nit,
worum hets druff ussgrächnet Schoof.
Die hän doch äxtra Schöfli gnoh,
kai Ooggs, kai Gaiss, kai Bulle,
denn d Striggede bruucht jedes Joor
firs Goschdym neji Wulle.
Einem Grossteil des Publikums, das im wirklichen Leben wohl zur Mannschaft einer Grossbank gehört, hat nicht nur der Schoofsuuri (CB) eine Freude gemacht. Auch die unzähligen Seitenhiebe auf ihren obersten Chef haben sie mit viel Gelächter quittiert:
Wenn 20 Milliarde
willsch d Schyysgass aabeloo,
no hät i als Motto
«You and us» nit grad gnoo.
Jetzt find i dä Slogan
erscht rächt zimlig spreed –
do bassti scho ehner:
«Mir sinn halt so bleed»
E Financial Deputy Chief
und e Key Account Manager.
E Global Sourcing Engineer
und e Transport Claim Dispatcher.
E Facility Controller und e Sales Promoter
die Stellebeschriib wärde immer konfuser
und syt neuschtem sait me
im Marcel Ospel «CEO of the Loser».
(Schnapsbagge, VSG)
Ein anderer Big Boss hat sein Fett auch abbekommen. Ihn haben d Gluggersegg (CB) mit dem «Schacher Seppli» ein «Denkmal» gesetzt:
Y bii dr Blatter Seppeli,
im ganze Land bekannt.
Bii friehner s flottisch Birschtli gsii,
hüt biin-y e Vagant.
Muess luege, dass my FIFA macht,
was ich befohle haa
und lääbt d Verwandschaft guet dervoo,
goot eych das au nyt aa.
Ein «Heimspiel» konnte dagegen die bereits erwähnte Striggede feiern. Der immer nahe bei der Gürtellinie operierende Spötterchor glänzte wie immer mit einem nahezu perfekten Vortrag und etwa diesem Vers:
Dr Jan Ulrich het gärn mitgmacht
als by dr «Tour de France».
Und syt sym Abgang nennt me
bleu-blanc-rouge si «Tour de Trance»!
In Frankrych hän schyyns alli dopt,
dr Sarkosy dermit!
Är sait: «Das Epo isch e Hit,
denn ohni schaff ich d Carla Bruni nid».
In diesem Zusammenhang kommt der Pierrot (CB) zu einem ganz anderen Schluss. Kurz und bündig hält er in seinem Vierzeiler fest:
Ai schwarzes Schoof, dr räschte wyss
und scho macht me e hölle Gschyss.
An der Tour de France hets kaine gsteert,
denn dert ischs doch ganz grad umgekehrt.
Sportlich hatten es auch d Babberlababb (BSG), die mit ihrer «Euro»-Vision und der überraschenden Schlusspointegut angekommen sind:
An der EURO muesch denn
griechisch kenne schnuure,
rumäänisch, schweedisch, polnisch,
tschechisch – do muesch duure.
Numme d Taxifahrer
dien sich schyynts no wehre:
die mien, well d Schwyz do spiilt,
jetzt schwyzerdytsch go leere.
Bleiben wir noch etwas beim Fussball, oder wenigstens fast:
Si hän der Tutanchamun letschti
us der Schaale gnoo
und gseh, dää het so noodisnoo
e gschrumpflets Gsicht bykoo.
Do het dää aafoo huuche, in der Hoffnig, dass mes hööri:
«Y bruuch die glyychi Sunnecrème
wie euri Gigi Oeri.»
(Gardischte, CB)
Spitze auch in diesem Jahr der Singvogel (CB), dem zum US-Vorwahlkampf dieser eingefallen ist:
Sii macht Wäggselbeeder mit,
die army Hillary.
Mängmool isch sii lutt
und mängmool ischs e stilleri.
Und falls sii gwählt wird,
bahnt sich fir der Bill e Drama aa:
Sy stell schyyns als Praktikant
denn der Obama aa.
Von den vielen Sujets, die sonst noch die von Aeschenplatz-Baizerin Beatrice Bechtold und ihrer Crew super betreute Gästeschar zu Lachstürmen hingerissen haben, haben wir zur ganz späten Stunde von den zu unterschiedlichen Melodien gesungenen Versen der Schlyfstai (CB) noch den mitgenommen, der sich zur Basler «Nationalhymne» singen lässt:
z Basel am mym Rhy,
mir gumpe albe dryy
wäschen is und dringge druss,
s macht dr Gsundhait gar nit uss.
Hän derby sogar dr Doggter gspaart,
Anderscht wärs mit Wasser vo dr Hard.



