Nach dem Sternmarsch von der Messe Basel ins Grossbasel eröffnen die Messing-Käfer das Konzert der IG-Gugge auf dem Seibi. Quasi als Probelauf, sind sie doch eineinhalb Stunden später noch Gast auf dem Märtplatz beim FG-Konzert. Dieses nimmt seinen Auftakt mit den Gugge-Mysli, etwas verhalten zwar, doch spätestens mit «John Brown’s Baby» haben sie die vieltausendköpfige Fan-Gemeinde im Sack. Derweil steht schon die FG-Gugge Träne-Furzer als Gast auf dem IG-Podium vor dem Historischen Museum auf dem Seibi. Abgelöst werden sie von den Baggemugge, die sich so im Element fühlen, dass sie mit einem Stück übermarchen. Die Kakophonie-Freunde, die Kopf an Kopf bis zur Tramhaltestelle stehen, verzeihen’s ihnen aber mit einem überwältigenden Applaus für das Bläsersolo.
Im Tiger-Rag-Tempo zurück zum Märtplatz, wo inzwischen die Ventilatore (Paradestück «I have a dream» von ABBA), die Räpplischpalter und die Schränzharmoniker mit ihren schrägen Tönen das Publikum verwöhnt haben. Jetzt fääge gerade die Krach-Schnygge, was das Zeugs hält, und nach ihnen erklimmen die Altstadtschränzer, die Schänzli-Fäger, die Uelischränzer und die Gaschtronoome das Treppen-Podium.
Zurück auf dem Seibi haben wir inzwischen die 30jährigen Stachelbeeri verpasst (sorry, an zwei Orten zugleich kann nur Geist Leo sein), hören aber gerade noch, dass die reine Frauen-Gugge Rätsch-Beeri den Männern immer noch den Marsch blasen kann. Nach ihnen klatscht das Guggevolk die Schränz-Gritte zu einer Zugabe heraus, und dann gehört die Bühne der ihr 40-Jahr-«Jubiläum» (es ist nämlich streng genommen keines) feiernden Negro-Rhygass. Ein Züglein der Olympia mit Tambouren und Pfeifern gibt sich dabei die Ehre und begleitet quasi als Fusion auf Zeit die Gugge. Diese hat schon am Monstre mit ihrem Zirkus Furore gemacht, erscheint selbstverständlich auch heute in den schönen Gleen-Kostümen und wird von Zampano himself dirigiert. Nach dem Auftritt der fusionierten Orginal Chnulleri/Dalbaneese (weil die letzteren über ein zu kleines Korps verfügen), speeden wir wieder zum Märtplatz.
Im «Härz vo Basel» sind die Stenzer-Gugge, die Träne-Furzer bei ihrem «Heimspiel» und die Sonate-Schlyffer mit viel Beifall verabschiedet worden. Noch einmal kocht der Gugge-Freunde Seele, als die Grachsymphoniker das Podium mit ihren schaurig-schönen Schränztönen zum Beben bringen. Für einmal ist wieder das Schunkeln erlaubt, da kennen die Gugge-Baslerin und der Gugge-Basler nichts und fühlen sich mit den Schränzliebhabern ennet der Grenze verwandt. Den Ausklang des FG-Konzerts auf dem Märt besorgen die Fasadeschränzer.
Ein letztes Mal zurück auf den Seibi, wo inzwischen eine Gugge dem Platz und ihrem Namen bestimmt alle Ehre angetan hat: die Seibi-Schränzer. Nach ihnen setzen die vornehm gekleideten Pumperniggel und schliesslich die Gugge Mohrekopf mit rund einer Viertelstunde Verspätung den Schlusspunkt unter das IG-Konzert.



