Der Text fliesst nur so aus der Feder . . . und übers Blatt: Es
regnet. Da fällt es schwer, die Welt hinter sich zu lassen, wie dies
die Zoggelischletzer drei Tage zu tun gedachten:
Eeländ, Not und Kataschtrophe,
das leen mir schloofe,
denn all dä Brunns,
blybt drei Daag hinder uns
– denkste! Der «Brunns» hat sie am dritten Tage von oben eingeholt, es
schifft. Zur Not kann man mit Zoggeli auch schwimmen.
Ebenfalls mit Holzzoggeli kommt die «WaggEasy.com» daher, echte
Tiefflieger. Die Holzschuhe sind mit Propeller ausgerüstet, nicht
gesichtet wurde Martin Ebner, der für solche Flugzeugtypen ja
bekanntlich eine Schwäche hat.
Mit einem der Witterung angepassten Gefährt sind die
Schinebloser-Waggis unterwegs, mit einem Floss. Ihr Sujet: E jedem sy
Schatz – in der Wärme kuscheln wäre verlockend, aber mit solch
verwegenen Piraten, wie sie die Clique ausspielt? Da lassen wir uns
lieber nicht entern. Die Rhy-Pirate, eine Gugge, sind aus ihrer
«Kulturschlacht am Ryy» mit einem blauen Auge davon gekommen – kein
Wunder, das andere ist mit einer schwarzen Klappe zugedeckt.
Statt wie Piraten zu kapern, fragt die Lälli-Clique im Zusammenhang mit
Schengen höflich: «Wolle mer se reilasse?». Sie fahren mit ihrer
nARrCHE gegen den Strom den Steinenberg hoch, und die bange Frage
drängt sich auf, ob das Boot schon voll ist – natürlich nicht mit
Wasser.
Gut gerüstet scheinen auch die Heumatt-Rueche. Die Zivilschutz-Waggis
bieten Hand bei Hochwasser und haben vorsichtshalber schon mal die
Schoten mit Sandsäcken dicht gemacht. Dicht gemacht haben ebenfalls die
Mischtfingge. Sie wollen unter sich bleiben, der EU widerstehen, weil
es diese in zehn Jahren nicht mehr gebe. In ihrem «Heimedli» sitzen die
als Urschweizer (Stil Willi Tell) gekleideten Eigenbrötler und singen
volkstümliche Weisen. Alles von aussen kommende ist für sie nur
«Huddelphagg» – und alles von oben wahrscheinlich nur Huddelwetter.
«Waansinn» ist es deshalb, bei diesem Huddelwetter mit einem solchen
Lotterdach den Cortège zu bestreiten, wie es die Sürkrütt-Waggis tun.
Ihr Wagen ist ein Haus, auf dessen Dach die meisten Ziegel fehlen. Bei
einem solchen Dachschaden muss man ja wahnsinnig werden. Einen
Dachschaden kann man auch bei den Hirnlose vermuten, die dennoch nicht
abfallen. Sogar für eine Zweitsprache hat es – trotz Fehlens grauer
Zellen – knapp gereicht, was beim Thema Abfall ja auch nötig ist,
heisst das Problem in Neudeutsch doch «Littering». Die Hirnlose
verkünden auf ihrem Wagen: «My mist for you… Y wisch for you.»
Schlecht gewischt war wohl auch jener Tramwagen, in dem sich ein
Skorpion eingenistet hat. Mittlerweile hat das Tier eine neue Bleibe
gefunden: Es klettert an einem Sousaphon der Sonate-Schlyffer hoch, die
Tram fahren als abenteuerliche Forschungsreise erleben. Weniger
abenteuerlich hören sich – die Ohren dankens – die Titel an, die die
Gugge zum Besten gibt. Nicht zum Besten stehts für die Läggerli-Hagger
in den Basler Beizen, in denen der Gast nichts mehr zählt – ausser sein
Geld, müsste man beifügen. Die Läggerli-Hagger träumen laut von
besseren Zeiten, sie spielen nämlich gerade «I have a dream» von Abba.
Noch Träume haben die Kleinen, die in einer Chaise vorbei kutschiert
werden. Es sind die Schoppebisser, eine Nachwuchs-Chaise. Das
«Schöppli» noch im Kopf, tauchen die Gwürztraminer-Waggis am Horizont
auf. Mit «fir jede Saich muesch blääche» nehmen sie den grossen
Bussenkatalog der Polizei ins Visier. Gratis und franko «saichts» dafür
seit Stunden. Und wenn wir schon beim Thema sind: die Fähri Waggis
lassen verlauten, dass ihr Sujet «e scheene Saich» sei.



