Dummpeterli 2013: Ganz auf der Promiwelle

17. Februar 2013 | Von | Bilder: Olly Klassen | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

„Au Du bisch e Promi“ lautete das Motto des diesjährigen Dummpeterli. Der Anlass im Restaurant St. Alban-Eck war auch im 2013 eine perfekte kulinarische und fasnächtliche Einstimmung auf die „scheenschte drey Dääg“. Rund 60 Gäste im ausverkauften Haus waren begeistert – und vor allem nach den Auftritten des Rollaator-Röösli und des Spitzbueb sicher in fasnächtlicher Stimmung.

Wirt Andreas Plüss lässt sich jedes Jahr einen speziellen „Roten Faden“ einfallen, den er dann durch den ganzen Abend spinnt. Dieses Jahr waren die selbsternannten und echten Promis dran – einige waren sogar im Saal präsent.

Das Grandiose am Dummpeterli ist die Mischung aus Köstlichkeiten auf den Tellern und auf der Bühne, serviert einerseits vom gut gelaunten Personal des „Dalbe-n-Egg“, und zum anderen von „allergattig“ Fasnächtlern. Vor allem allem Schnitzelbänggler nutzen die Gelegenheit, vor einem aufmerksamen Publikum zu testen, welche Verse „gehen“ und welche nicht.

Wir wollen nun keine Pointen verraten werden, sollen uns diese doch nun in den kommenden Tagen überraschen. Gewürdigt werden sollen die Auftretenden aber doch. Und hier vor allem ein „Newcomer“ – zumindest am Dummpeterli: Das Rollaator-Röösli. Die rüstige Dame verkündete zwischen zwei Versen, dass sie nun einen 20jährigen Liebhaber habe. Auf den Einwand, dass Sex da durchaus tödlich ausgehen könne, antwortete Röösli lakonisch: „Jo, wenn är stirbt, denn stirbt är halt.“ Der zweite Star bei den am Anlass auftretenden Bänklern war der Spitzbueb. Seine Hitzfeld-Zwischenverse trieben einem die Lachtränen in die Augen.

Eine zweifellos schöne Fasnacht haben auch die Gsalzene, die Gwäägi (mit verdoppelter Besetzung und gleich noch als Tambouren- und Pfeifer-Ensemble im Einsatz), der schon aus der Vorfasnacht geübte Doggter FMH und die langjährigen Dypflischysser vor sich. Seit letztem Jahr als Comité-Bangg unterwegs ist das Schunggebegräbnis (Ukulele als Schinken!) – auch diese Formation wird grossen Erfolg haben. Nichts anderes erwarten auch d Schlyyfstai mit ihrer hohen Musikalität sowie die routiniert auftretenden Striggedde und Muulwirf sowie der Schyynhailigi mit seinen lakonischen Zweizeilern.

Es soll aber keineswegs der Eindruck entstehen, das Dummpeterli bestehe nur aus Kulinarischem (aber dieses war grossartig) und Schnitzelbänken. Nicht vergessen werden darf etwa Barbara „Kurtli“ Kleiner mit einer traumhaften Nummer, in der sie erklärt, warum Trommeln besser ist als Jodeln, der Prologsprecher des Zofinger-Conzärtli (Zofinger mit „Z“, Conzärtli mit „C“, lieber Andreas) oder Stickstoff als grandios getrommelter Auftakt des Anlasses. Apropos „Kurtli“: Sie begleitete Kevin Klapka und Lucien Stöcklin in einer Nummer, die man ohne weiteres als hoch-klassisch bezeichnen kann.

Alles in allem: Gut drei Stunden ein Ohren-, Augen und Gaumenschmaus – nach dieser Einstimmung kann die Fasnacht kommen! Und die notwendigen Kalorien, um die scheenschte drey Dääg durchzustehen, hat man nun auch…