S’Ridicule im Räppliräge

6. Dezember 2012 | Von | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten

Unter dem Motto – oder besser: Sujet –  „E Räppliräge“ lädt Helmut Förnbacher zum Ridicule 2013. Diese Vorfasnachtsveranstaltung setzt traditionell auf die leisen Töne und dezenten Farben. Wobei die Töne immer auch sehr wohlklingend sind, denn eine derartige Dichte an Pfyyfer-Primadonnen findet man ausser am „Bryyspfyfe“ nur noch auf Förnbachers Bühne im Badischen Bahnhof. Und auch das Ridicule hat nun einen Stargast: den Liedermacher Markus Heiniger. Start ist bereits am 4. Januar.

Bekanntlich ist alles, was in Basel zum dritten Mal stattfindet, eine steinalte Tradition. Was soll man denn zum Ridicule sagen, dass im 2013 bereits seine 14. Aufführung erleben wird. Die Ur-Tradition also – sie wird auch im kommenden Jahr ehr traditionell über die Bühne gehen. Herrlich zarte Piccolo-Töne der UFS in (zum Leidwesen aller Fotografen) sehr gedämpften Licht, perfekt synchrone Trommelschläge der Tambouren unter Leitung von Nicola Dreier (bei den Pfeifern führt Michèle Zeggari das Szepter). Dazu Rahmenstücke, bei denen man oft schmunzeln, manchmal lachen, aber immer nachdenken muss. Aber auch die krachige Balkonszene ist Tradition, bei den sich die beiden alten Damen diverse Male nicht mehr an den vereinbarten Text erinnern können, was aber erst recht zu Situationskomik führt.

Und wenn jemand das Wort „Tradition“ beanspruchen kann, dann Carl Miville. Mit 92 Jahren wird er erneut auf der Bühne stehen und seine unnachahmlichen Verse zum besten geben. Es sei nun definitiv das letzte Mal, sagt der rüstige Alt-Ständerat – aber wer weiss… Laut Förnbacher sei Miville in absoluter Topform und habe bereits 30 (!) Verse für die nächstjährige Ausgabe geschrieben. Es gab doch da eien österreichischen Schauspieler, der noch mit weit über 100 Jahren seine Auftritte hatte. Wir dürfen also hoffen…

Während andere Vorfasnachtsveranstaltungen traditionell immer einen Stargast haben, war dies bislang beim Ridicule – ausser dem erwähnten Miville – nicht der Fall. Doch nun kann auch Förnbacher einen solchen Gast anbieten. Es ist der Basler Liedermacher Markus Heiniger. Man schafft damit laut dem Spiritus Rector Förnbacher den Spagat: fasnachtsmusikalische Qualität wie bis anhin, aber auch Neues – und damit die Vielfalt. Und nochmals zum Neuen: Zum ersten Mal am Ridicule wird der Schnitzelbank „Glettyse“ sein, zweifellos kein junger Hüpfe mehr, aber ein sehr routinierter und immer überraschender „Bangg“.

Zum Schluss aber nochmals Tradition: Wie alle Jahre wird man im Ridicule das erleben, was einem auf keiner anderen Bühne geboten wird: Herrliche Fasnachtsmusik und feine Wortspiele – markant untermalt vom Geräusch heran- und wegrollender Züge der Deutschen Bahn!

 

S’Ridicule 2013. Förnbacher Theater im Badischen Bahnhof. Premiere 4. Januar, Derniere 9. Februar 2013. Weitere Vorstellung 5., 6., 13., 16., 19., 24., 25., 26. und 30. Januar sowie 1., 2., 3., 7. und 8. Februar, jeweils abends um 20.00 Uhr und sonntags um 18.00 Uhr. Vorverkauf im Theater selbst (Tel. 061 361 90 33, E-Mail: info@foernbacher.ch) und an allen bekannten Vorverkaufsstellen. Weitere Informationen: www.foernbacher.ch.