Trotz eines wiederum verregneten Sternmarsches der Basler Guggemusig Gmeinschaft (BGG) am Samstag, 1. September 2012, konnten die Kakaphonisten für die Schule für ungehinderte Musik (SFUM) einen stolzen Betrag sammeln. Die alljährliche Checkübergabe fand im Mohrenloch seine Durchführung.
Nach den einstimmenden Klängen der Formation „Galgenvögel“, welche bereits zum sechsten Mal für die BGG-Checkübergabe aufspielten, begrüsste der Präsident der Basler Guggemusig Gmeinschaft, Daniel Bachmann, die illustere Gästeschar. Unter ihnen der „Haus“-Schirmherr Dr. Guy Morin, Carlos Methner vom Fasnachts-Comité, Martin Käslin vom Fäldschlössli und Mattias Scheurer vom Förderverein ungehinderte Musik (FUM), um nur einige zu nennen. Überhaupt waren erfreulich viele Gäste an diesen Anlass erschienen, waren doch nebst den offiziellen Vertretern der mitwirkenden Guggenmusiken und der gastierenden Stammclique J.B.-Clique Santihans auch die Musiker der FUM und deren Verwandtschaft zugegen. Ein würdiger Rahmen also für einen schönen Anlass.
Dani Bachmann bedankte sich in der Folge bei allen Sponsoren, welche Unterstützungen in Form von Dienstleistungen oder Geldbeträgen beigebracht haben, wendete sich aber auch dankend an alle Mitwirkenden des diesjährigen Sternmarsches. Alsdann übergab er das Wort an Regierungspräsident Guy Morin. Dieser wiederum lobte das Engagement der Guggenmusiken, welche ihre Energie auch in den Dienst von Menschen mit Benachteiligungen stellen. Ein Engagement, das er zu würdigen wusste und zugleich fand er in seinen Worten eine Verbindung zwischen den Spendeempfängern und den Guggenmusikern. Er freute sich über die Integration der behinderten Menschen anlässlich des diesjährigen Sternmarsches.
Alsdann wurde der Check mit dem stolzen Betrag von CHF 14’000.– an den Vertreter des FUM, Herr Mattias Scheurer übergeben. Dieser war sichtlich gerührt und lobte die BGG als Kulturförderer mit Weitsicht. Die FUM besteht erst seit einem Jahr und ist im Begriff sich weiter zu entwickeln. Hierfür werden Musiklehrer engagiert, welche künftig mit den behinderten Musikern arbeiten werden. Das Geld wird aber vornehmlich für die Anschaffung von neuen Instrumenten eingesetzt.
Eine Kostprobe ihres Könnens bekamen die anwesenden Gäste anschliessend ebenfalls noch zu hören. Ein Mix aus Rhytmus, Bass, Orgel und Trompete, versprühte einen Hauch von Melancholie, Mystik gepaart mit Rockig-Popigen organisierten Chaosklangformen. Dieser Vortrag verfehlte sein Ziel nicht und unterstrich, dass das gespende Geld absolut an den richtigen Empfänger geht. Die Intensität der Interpreten und der Spass, welchen sie dabei hatten, war ergreiffend. Die Gäste honorierten dies mit tosendem Applaus.
Nach diesem musikalischen Reigen beschloss Daniel Bachmann diesen Anlass und lud alle Anwesenden zu „Wienerli mit Härdepfelsalat“ ein.
Unter dem Namen «Basler Guggemusig Gmeinschaft BGG» formierten sich 1999 acht traditionelle Guggemuusigen aus Basel zu einer Organisation für die Unterstützung privater Hilfsorganisationen von Menschen mit einer Behinderung. Seit dem 10. November 2006 besteht ein Verein unter dem gleichen Namen mit folgenden Guggen: Glaibasler Schränz-Brieder, Grunz Gaischter, Mohrekopf, Ohregribler, Orginal Chnulleri, Pumperniggel, Räpplischpalter und Rätsch-Beeri. Es ist das Ziel, jährlich mit einer Sammelaktion Menschen mit einer Behinderung aus der Region finanziell zu unterstützen.
www.bgg-basel.ch, www.sfum.ch



