Nach einem kalten, aber trockenen Morgenstraich können die Fasnächtlerinnen und am Montag-Nachmittag bei prächtigem Frühlingswetter den Cortège absolvieren. Das tolle Wetter dürfte auch die Masse der Zuschauenden anschwellen lassen. Und es verspricht, zumindest wettermässig eine Traumfasnacht zu werden, mit viel Sonne und immer höheren Temperaturen.
In Anlehnung an den Schlusssatz eines Filmklassikers wollen wir diesen Einstiegsbericht auf „die scheenschte drey Dääg“ 2012 gerne mit dem Satz beginnen: Daas isch dr Afang vonere Draumfasnacht!“.
Schon der Morgenstraich brachte viel Hühnerhaut-Effekt mit sich, was keineswegs daran lag, dass die Temperatur nahe am Nullpunkt lag. Ohne einen Tropfen von oben, dafür vielleicht mit dem einen oder anderen im Augenwinkel, konnte man sich nach dem Lichterlöschen um vier Uhr dem herrlichen Reigen der grossen „Lampen“ und der unzähligen Kopflaternen hingeben.
Die „Druggedde“ war entsprechend gross, das Vorankommen der Cliquen entsprechend langwierig. So brauchten die „Spezi“ wohl mindestens eine gefühlte Stunde, um vom Seiteneingang des Stadtcasinos am Steinenberg zum Haupteingang auf dem „Seibi“ zu kommen, wo es dann die erste Pause mit der höchstverdienten „Määlsubbe“ gab.
Höchst erfreulich war – zumindest am Standort des Chronisten – die perfekte Einhaltung der Verdunkelung. Leuchteten am Steinen- oder Kohlenberg immer mal noch Rekalmetafeln unschön ins Fasnächtliche hinein, so war die Kulisse dieses Mal wirklich schwarz. Weniger erfreulicheres lässt sich über die Unsitte des Fotografierens mit Lichtungerstützung sagen; das bald jeder und jede ein Smartphone mit Kamera hat, bringt ärgerliche Auswirkungen. Wenn wir nicht aufpassen, heisst es bald: Morgestraich, vorwärts, Blitz!
Unbekümmert fotografieren kann und darf man am nun folgenden Cortège. Viel Sonne ist angesagt, so dass die äusseren Umstände nicht nur für das Gelingen der Fotos, sondern auch für den weiteren Start in die Traumfasnacht 2012 gegeben sind.



