Nach einer 2 Jährigen Vorbereitungszeit präsentierten die Pipes and Drums of Basel ein grossartiges Konzert im Don Bosco. Das gut 2 Stündige Programm mit viel Musik, Tanz und einem gehörigen Taste of Scotland, hinterliess ein begeistertes Publikum und stehende Ovationen.
Der Saal des Musik- und Kulturzentrum Don Bosco war am Samstag, 15. November 2025 bis auf dem letzen Platz gefüllt. Unter den Besuchern befanden sich Balz Herter, Grossratspräsident, ehemaliger Base- und Tenordrummer bei den Pipes and Drums of Basel, Cliquentambour und Schirmherr für diese Veranstaltung, Felix Rudolf von Rohr, ehemaliger Fasnachtscomité-Obmann, Pfyfferli-Dramaturg und Cliquenpfeifer sowie Basel Tattoo- und Charivariproduzent und Cliquentambour Erik Julliard und deren Begleitung als Ehrengäste.
Die Pipes and Drums of Basel, welche sich im 1978 aus der Schotte Clique Basel 1947 gegründet haben, gelten zwischenzeitlich als eine der ältesten, grössten und erfolgreichsten Pipe Bands der Schweiz. Leider waren öffentliche Konzerte in Basel immer etwas rar, sie waren seit 2007, als sie im alten Festsaal der Muba ein abendfüllendes Programm auf die Beine stellten, nur noch an grösseren St. Andrews Nights auf der Bühne zu sehen. In Zusammenarbeit mit der Highland Dancing Basel anlässlich „A Day of Scottish Music & Dance“ waren sie zudem in den Lange Erle für die Öffentlichkeit mit einem unfangreicheren Programm zugegen.
Nun stand aber endlich wieder ein grosses Konzert an und hierfür luden sie einige „Friends“ ein. Die Vorbereitungen waren anstengend, schweisstreibend, nervig und musste wegen des ESC auch noch terminlich nach hinten verschoben werden. Der ESC hatte jedoch den schönen Nebeneffekt, dass die Band gleich auf 4 Bühnen in der Stadt ihr Können präsentieren durften. Zudem musste die Namenlose Begleitband regelmässig zu den Proben eingeladen werden. Ein hartes Stück Arbeit wie Band-Präsident Louis Degen zu berichten wusste. Nun aber war es endlich soweit.
Die Freunde der schottischen Musik waren gespannt auf das nun anstehende Konzert und kamen vom ersten Schlag und Dudelsackton so richtig auf Ihre Kosten. Die Namenlose Begleitband mit Patrick Meier am Schlagzeug, Cédric Amsler am Bass, Yves Hoffmann an der Gitarre und Jannis Isenegger am Piano begeisterten als wertvolles unterstützendes Element und sogten für eine klangvolles Gesamtbild zu den Pipes and Drums. Mit Dollar Sunrise als Opening Suite, war der Abend so richtig lanciert. In der Folge verlief das Programm wie an der Schnur gezogen, klassisch, unter Begleitung der Namenlosen Band, mit tänzerischen Einlagen der Highland Dancing Basel und vor der Pause mit dem grossartigen Thomas Heid am Saxophon, welcher Jazz mit schottischem Dudelsack verschmelzen liess. Ebenfalls im ersten Teil performten das Celtic Folk Trio: Sjolan, Namentlich Martha Thommson (Fiddle), Gregor Meier (Bagpipes & Whistles) und Sämi Moor (Gitarre) Folklore von Shetland über Irland bis Schottland. Einfach wunderbar.
Nach der Pause durften die Gäste noch weiter 8 Programmpunkt geniessen worin sich auch eine Drum Fanfare namens Fabienne befand, welche unserer Begleitung besonders viel Spass bereitete, ist ihr Vorname doch… genau, Fabienne. Tim Stauffer, Mitglied beim Top Secret Drum Corp und Cliquentambour, moderierte souverän durch den Abend und sagte schliesslich die beiden letzen beiden Stücke an. Ein ungemein schmissiger Scottland the Brave und wie es sich für einen schönen schottischen Abend als Ausklang gehört das Auld Lang Syne mit nochmals kraftvollen untermalenden Saxophontönen von Thomas Heid.
Verdiente Ovationen für ein grossartiges Programm, was vom begeisterten Publikum frenetisch gefeierte wurde. Abwechslungsreich, klassisch, jazzig, folkoristisch, rockig und verry scottisch kam es daher und die grossarigen Highland Dancing Basel, welche erstmals (zumindest für mein Auge) einen männlichen Tänzer in ihren Reihen zeigten, krönten das Gesamtwerk mit ihren grazielen Bewegungen. Bravo!



