Charivari 2012: Rotes „Ketteli“ und bewährtes Konzept

9. November 2011 | Von | Bilder: Dennis L. Rhein | Kategorie: Top-Thema, Nachrichten
Mit dem von der letzten Ausgabe bewährten Konzept wollen die Charivari-Macher auch 2012 brillieren. Hochkarätige Fasnachtsmusik in einem einfachen Rahmen und Rahmstücke, die im 2012 – so Regisseur Danny Wehrmüller – nicht einen roten Faden bilden, aber immerhin ein rotes „Ketteli“. Anzahl Vorstellungen und Preise bleiben unverändert.

Gleich mit zwei guten Nachrichten konnte OK-Präsident Walter F. Studer die Vorstellung des Charivari 2012 beginnen: „Erstens: Es findet statt! Und zweitens: Es sitzen noch dieselben Leute hier vorne am Tisch.“ Tatsächlich wurde das erfolgreiche Konzept aus 2011 auf die nächste Ausgabe übertragen und lediglich das „Personal“ auf der Bühne teilweise gewechselt.

Als Clique tritt im kommenden Jahr die VKB auf, als „Gugge“ wurde Negro-Rhygass verpflichtet und die „Ruesser“ werden als „weltbeste Tambourgruppe der Fasnacht“ (so Ruesser und OK-Chef Erik Juillard) auftreten. Wie im vergangenen Jahr, aber etwas verstärkt, kommt auch die Starpfeifergruppe unter Leitung von Michi Robertson und Kurt Stalder auf die Volkshausbühne. Laut Juillard ist es nicht ausgeschlossen, dass sich diese Formation im 2012 sogar einen Namen geben wird.

Als Schnitzelbänggler wurden mit „d Gwäägi“ und „d Schlyffstai“ bewusst mehrstimmige Formationen verpflichtet. Die absoluten Top-Bänggler seien im übrigen schon auf Jahre hinaus ausgebucht, zeigte sich Juillard erstaunt; mit dem „Singvogel“ habe er aber einen Vorvertrag für etwa das Jahr 2020.

Im schauspielerischen Bereich gibt es laut Regisseur Danny Wehrmüller drei bewährte Kräfte mit Colette Studer, dem „Charivari-Urgestein“ (Zitat Wehrmüller) Stephanie Schluchter und Niggi Reiniger. Dazu kommen drei neue Ensemble-Mitglieder mit Bernadette Brack, dem von der Baseldytsche Bihni bekannten Pirmin Muggenhirn und Ayhan Sahin. Auf das Prinzip eines roten Fadens wird dieses Mal verzichtet, doch sollen – so Wehrmüller – einige Elemente von Prolog bis Epilog im Sinne eines roten „Ketteli“ wiederkehren.

Einen ganz speziellen „Raame“ hat man sich ausserdem einfallen lassen. Jeden Abend wird ein Politiker auf die Bühne gebeten, um mitzuspielen. Was ihn erwartet, wird er erst dann erfahren, auf alle Fälle wird er (oder sie) gefordert sein und „nicht einfach das Parteiprogramm verlesen“ können.

Gut ist laut Studer die Zusammenarbeit mit den neuen Betreibern des Volkshaus angelaufen: „Wir mussten die Leute hinsichtlich Sprache, Basler Humor und Charivari ausbilden“, was aber gut geklappt habe. Man plant laut dem Charivari-Preesi von Jahr zu Jahr, hofft aber auf viele Fortsetzungen: „Wir haben zum Volkshaus im Kleinbasel keine Alternative, und das Volkshaus profitiert von uns. Insofern sind wir beide aufeinander angewiesen.“

Die Anzahl der Vorstellungen (15) bleibt gleich, ebenso unverändert sind die Preise, wobei neue eine 3. Kategorie mit den Randplätzen im Saal zu Fr. 55.- eingeführt wird. Verringert wird die Anzahl der „Böxli“, was einige Sitzplätze mehr gibt. Man hofft denn auch laut Juillard, dass im 2012 auch die letzten 5-10% Plätze weggehen und endlich wieder verkündet werden darf: „Das Charivari ist restlos ausverkauft.“

Charivari 2012: 28. Januar bis 11. Februar, jeweils 20.00 Uhr im Volkshaus. Vorverkauf ab 11. 11. an allen Verkaufsstellen des Ticketcorners. Weitere Informationen und Buchung der Hospitality-Angebote: Glaibasler Charivari, c/o Basel Tattoo Shop, Schneidergasse 27, 4001 Basel, www.charivari.ch, ticket@charivari.ch.