«Offiziells 2011»: Zum Auftakt siegen eine wilde Gruppe und ein toller Bangg

5. Februar 2011 | Von | Bilder: Ivo Birrer | Kategorie: Nachrichten

Das «Offizielle Brysdrummle und –pfyffe» wartet dieses Jahr mit diversen Neuerungen auf. Neu ist mit dem Volkshaus der Austragungsort der Finals. Neu ist das Bühnenbild. Neu ist auch, dass der erste Final – jener der Gemischten Gruppen der Alten – bereits am späten Freitagabend stattfindet. Im Anschluss daran folgt dann noch der Final der neuen Konkurrenz EWG (Einer wird gewinnen).

Mit dem Finalabend für die Gemischte Konkurrenz der Alten am Freitag wollten die Organisatoren dieser Kategorie die gebührende Wertschöpfung geben, ist sie doch laut Programmheft die «Königsdisziplin der Fasnachtsmusik». Denn hier kommen bei den Tambouren Dynamik und Präzision zur Geltung, während bei den Pfeifern durch die Unterstimmen die ganze Schönheit eines Marsches hörbar wird.

Der Grosse Saal ist fast bis auf den letzten Platz besetzt, als OK-Präsident Donald Grossenbacher um 21.24 Uhr vor dem neuen Bühnenbild das Publikum begrüsst. Wie auf dem Programmheft sitzt der auf die Rückwand der Bühne projizierte Ueli vor der Kulisse vom Grossbasler Ufer, am Bühnenrand rechts steht ein Basiliskenbrunnen, links eine alte Strassenlaterne und eine Bank. Oben links erscheinen die Logos der organisierenden Cliquen Seibi, Rootsheere, Glunggi und Basler Dybli.

Den ersten Final bestreiten die Gemischten Gruppen der Alten. Abwechselnd angesagt durch Jacqueline und Christoph streiten acht Gruppen um den Sieg. Der zu spielende Marsch wird hinter der Bühne ausgelost. Es zeigt sich, dass der Zeitplan durch die Organisatoren gar optimistisch berechnet wurde. Zwar wurde die vorgesehene Zeit nur minimal überschritten, dies aber nur da es zwei Gruppen weniger waren (die Startnummern 172 und 179 sind nicht angetreten). Dank einem sauber vorgetragenen «Die Alte Schwyzer» wird die Gruppe 178 zum Sieger ausgerufen. Da es sich um eine «Wilde» Gruppe handelt kann ihnen der Wanderpreis nicht überreicht werden. Rang zwei geht an die Naarebaschi mit «z’Basel am mym Rhy», Rang drei an die Basler Bebbi mit dem «Ohremyggeli».

Gespannt war man auf die neue Konkurrenz . Und das Publikum wurde nicht enttäuscht. Die fünf Gruppen hatten wirklich tolle Ideen für ihren Auftritt entwickelt. Sei es die Fasnachtsgesellschaft Gundeli, welche das diesjährige Motte «Zämme fägts» mit Pfeifern, Tamboren, Guggen, Bänggler Wäägeler und einem Räppliregen ausspielte, ein flotter Ländler mit Tambourenbegleitung, der «Gluggsi» auf eine Drehorgel oder der «Arabi», gespielt auf Saxophon und Basler Trommel. Der Sieger wurde durch das Publikum erkoren. Dank seinen herrlichen Versen erhält der Bangg «Digitas – mir hälffe-n-eich byym goo» 156 der 402 Publikumsstimmen.

«Digitas – mir hälffe-n-eich byym goo» nutzte die freie Konkurenz (EWG) um mit dem OK des Offizielle 2011 gnadenlos abzurechnen. Herliche Verse, noch herlichere Pointen und der wohl kleinste «Helge» verhalfen zum grandiosen Sieg.

«Digitas – mir hälffe-n-eich byym goo» nutzte die freie Konkurenz (EWG) um mit dem OK des Offizielle 2011 gnadenlos abzurechnen. Herliche Verse, noch herlichere Pointen und der wohl kleinste «Helge» verhalfen zum grandiosen Sieg.