«Mer strample!», drey Blätzlibajass – d Drummelschleegel im Bandelier und s Bierglas in der Hand – derzue vier Gleen – s Piccolo im Bruschtdäschli und eebefalls e Humpe in dr Rächte – und schliesslig e wunderscheeni Alti Dante – dr Majorstägge underem linggen Arm, in dr rächte Hand e Fläsche – esoo proschte die acht Fasnächtler enander mit em Motto vo dr disjährige Fasnacht guet gluunt zue. Si stehn am ene Dischli in der Schalterhalle vom Bahnhof und lehn nonemool dä ainzigartig Morgestraich, wo wättermässig dr «Kachelfrosch» zem Naare ghalte het, Revue passiere: «Mer strample!», scho wider butsche si d Gleeser zämme, es isch glaub scho ebbe die vierti Rundi, wo si bim Källner bschtellt hänn.
Uus allene Richtige gheert me ständig dr Ruef: «Blaggedde, Blaggedde!» S sinn mindeschtens zäh Verkaifer im ganze Bahnhof underwägs, wo no ihri letschte Fasnachts-Blaggedde an Pändlerinnen und Pändler wänn bringe. Und ihr Kässeli glinglet gar nit schlächt – wär wott scho an de drey scheenschte Dääg ohni Blaggedden umeelaufe …
Kuum 50 Meter näbedra, ganz verschämt im ene Egge, ligt e lechrigi Wulledeggi uff em kalte Bode. Druff sitzt en invalide Maa. Syni Hoose stehn vor Drägg, er drait en alte, späggige Kittel, syni Auge sinn bluetunterloffe, d Hoor hangen em in Strähne ins Gsicht, mit syne zittrige, vor Kelti blaurote Händ hebt er miehsam e Schächteli aane und sammlet «für ein warmes Essen». Doch die, wo vorhär e Blaggedde kauft hänn, haschte achtlos an em verby.
Und nohn e Verkaifer isch underwägs: «Arbetslose-Zytig, Arbetslose-Zytig, Arbetslose-Zytig!», rieft er monoton. E Maa blybt stoh und frogt der Zytigsverkaifer, wien er denn derzue kääm, das Blatt z verkaufe. Er syg 35, syt bald zwai Johr arbetslos, «will sich unsere Chef verspegguliert und d Firma wäge däm verlore het», verzellt er. Scho wyt iber 100 Bewärbige haig er gschribe, aber niemerts well ihn aastelle. «Si sinn fir uns z alt», haiss allewyl d Begrindig derfir.
«Y ha dehaim Frau und drey Kinder, won y sott ernähre, brichts uus em Zytigsverkaifer uuse; er ka d Drääne kuum meh zrugghalte. Mit däne baar Frangge, won er mit de Zytige verdiene däät, kenn er wenigschtens ab und zue syne Liebe e glaini Fraid mache, maint er no bischaide.
Dr invalid Bättler und dr arbetslos Famylievatter gsehn s Motto vo dr Fasnacht gwis im ene andere Liecht ass die fiecht-frehlige Fasnächtler – aber strample dien si au…



