Nit die glych Potänz bi dr Konkurränz

22. Februar 1999 | Von | Kategorie: Nachrichten

In über 60 Restaurants und anderen Lokalen sind über die Fasnachtstage Schnitzelbänke anzutreffen, vorwiegend natürlich am Montag- und am Mittwochabend. Aber es gibt auch «Wilde», die sich am Dienstag auf einer frei gewählten Route durch die Fasnacht bewegen. Insgesamt 66 Einheiten sind bei den mittlerweile fünf auftretenden Gesellschaften registriert. Beim Schnitzelbank-Comité sind es 26, bei der Basler Schnitzelbangg-Gesellschaft (BSG) sind es 19, bei der Vereinigten Schnitzelbangg-Gesellschaft (VSG) zehn, bei den Bebbi Bängg sechs und bei der neuesten Gruppierung, den Bängg fir Basel, fünf. Die Comité-Bängg und die BSG haben ihren Schlussabend am 27. Hornig, die VSG hat ihren am 6. März.

In unserer Trockenlesung haben wir von den BSG-Bängg, die übrigens heute am Guggekonzärt auftreten werden, um allfällige Pausen zu füllen, einige Verse herausgepickt. Unbestrittener Star der BSG ist nach wie vor dr Schorsch, der schon in der Vorfasnacht am Mimösli für Furore sorgte:

Ich ha e Audiänz…bim Papscht…e ganz elai

me stellt my vor als Schorsch vom Haafebeggi II

mai, hett dä Papscht e Freud, sait sofort: Schorsch das wärs wenn denn scho
do bisch mach mr andri Oschtervärs

Zur aktuellen Basler Chefbeamtenmisere weiss der Aigebreetler folgendes zu berichten:

Zue aim Beamte kunnt d Bolizey aber hai

und sait: «Sii sinn verhaftet Herr Bai

Sii hänn gsait, dr Cornaz sygi dumm wie Schroot

daas isch e klare Fall vo Ghaimnisverroot.»

Zu einem speziellen Problem von Bill Clinton d Saifi-Blooddere:

Bi mit dr Frindin ganz versässe

Spaghetti Napoli go ässe

Und jetz ha-n-y dr «Clinton-Schogg»

Sy hett e Flägge uff em Rogg

Aktuell im Glaibasel d’Bäddler:

Mer griesse die Lingge, mer griesse die Rächte

mer griesse die Guete, mer griesse die Schlächte

mer griesse und griesse und wurde «s no gniesse

im Glaibasel äntlig e Schugger z’begriesse.

Zur UBS Die Zämmegleggte:

Dr Botta-Bau am Aescheplatz isch vellig verwaist

Dr UBS isch s Kreditgschäft entglaist

in Sand gsetzt hänn si e Billiönli

As dr Mathys goht koscht e Milliönli

Nur dr Krauer dien si bhalte

Dä griegt s Sagg-Gäld vo synere Alte

Was hat Arthur Cohn mit dem FCB zu tun? Die Schreggschruube sagt es:

Fir dr nei Film vom Arthur Cohn

mache mir Wärbig ooni Lohn

dr Cohn brucht Gäld, er wärdets gsee

är mecht an e Heimspiil vom FCB.

Die Näschthogger wagen sich aufs eidgenössische Parkett:

E rächte Eidgenoss isch är, duet fir unser Land sich weere

dr Christoph Blocher isch do gmaint, das miemer Sii nit lehre

doch glaubet uns, dä liebi Maa, duet sich fir uns nit raufe

wenn är e Gschäftli mache kennt, wurd är d Schwyz verkaufe

Dank der Staubwolgge erfahren wir folgendes:

Miir kenne aifach nid verstoo

as d’Nella Martinetti

fiir d’Männerwält tabu sott sy,

nur will sy isch e Fetty.

Derby frait sich doch jeede Maa

wo sich an ebbis heebe kaa.

Dr Türkilmaz hett Lyschteweh,

är ka ganz sälte schutte.

Dr dopti Zülle wird verwütscht

und verzieht e Schnutte.

D’Martina muess am Reede aa

e Zerrig in dr Schnure haa.

Und zum Schluss der Muffdy:

Ain, wo zem Byspyl nit ka singe

Dä losch bestimmt kai Chanson bringe

Doch vom Tschudi, s isch Ironie

Verlangt me Wytsicht und Diplomatie.