Wenn König «Basil der Achte» in den Thronsaal kommt und zu regieren beginnt, dann gerät der ganze Hofstaat in Aufregung. Hofmarschall von Wichtig (Silvia Alioski) lässt dafür sogar das Volk (die Zuschauer) stramm stehen. Dabei ist er doch ein ganz gemütlicher König (Peter Käsermann), der lustige Witze seines Hofnarrs (Markus Jeppesen) und ein gutes Essen seiner beiden Köche Pomme und Fritz schätzt.
Nach drei Produktionen der «Gschpängschterfasnacht» von 1997 bis 1999 präsentiert das «theater arlecchino», unter der Leitung von Peter Keller, nun mit «Dr Keenig vo Basel» wieder ein Vorfasnachtsmusical in der Basler «Kuppel». Das Ensemble des «theater arlecchino» wurde dabei für den «Keenig von Basel» auf acht Personen erweitert. Nicht fehlen dürfen bei einer Vorfasnachtsveranstaltung die Einlagen. Die Junge Garde der Wiehlmys, die Brass Band «Bâletty» und das ABC Acro Ballett (Einstudierung: Laurent Heimann) sind diesmal mit von der Partie.
Die Idylle am Hof trügt, denn es gibt einen anhaltenden Streit über die beste Musik. Zur Auswahl stehen drei Musiken: die Fanfaren (Bâletty), die Trommler und Pfeifer (Wiehlmys) und das Orchester «rondo arlecchino» (Stefan Senn, Claudine Haller, Patrik Haldimann, Fabienne Dombois). Die Königstöchter Lea (Muriel Bammerlin) und Bea (Christina Rosamilia), die nicht einmal vom eigenen Vater auseinandergehalten werden können, favorisieren die Fanfaren mit ihren jazzigen Melodien. Der General Bissig (Willy Schenk) und seine Wachen sind von den Trommlern und Pfeifern überzeugt. Und Pomme (Esty Reichmuth) und Fritz (Hans-Jörg Reichmuth) die Köche setzen sich vehement für das königliche Orchester und seine fetzigen Songs ein. Jedes Ensemble tritt deshalb einmal vor dem König auf. Doch der kann sich einfach nicht entscheiden…
Um die Handlung rahmen sich weitere witzige Episoden. Die Witze des Hofnarrs sind dem König zu wenig lustig und er erhält dafür Prügel. Lea und Bea führen sich gegenseitig in der Spiegelszene hinters Licht. Pomme und Fritz kochen gemeinsam «Spagetti Basilikum». Letzteres sogar rein pantomimisch, ganz ohne Requisiten.
Für Abwechslung sorgen die Gaukler, das ABC Acro Ballett. Die jungen Tänzerinnen begeisterten mit stimmungsvollen Formationen und anspruchsvoller Akrobatik, bei der schon die Jüngsten eifrig bei der Sache waren. Die irisch angehauchte Musik und die passende Lichtregie rundeten den guten Eindruck ab. Nun muss sich der König aber doch einmal entscheiden. Hofmarschall von Wichtig arrangiert einen nochmaligen Auftritt der drei Musiken. König «Basil der Achte» aber verlangt schliesslich den gemeinsamen Auftritt der drei Musiken.
Mit «Z’Basel a mym Rhy» überzeugt die neue Grossformation den König am meisten und der Streit ist damit endlich beendet. Alle Akteure verabschiedeten sich gemeinsam mit dem «Keenigs-Lied».



