Gugge erobern die Monstre-Bühne

25. Februar 2001 | Von | Kategorie: Nachrichten

Im Jahre 1952 wurde in der Gugge-IG erstmals der Vorschlag diskutiert, ein Monstre-Gugge-Konzert mit Schnitzelbänggen und Rahmenspielen durchzuführen. 49 Jahre später – am 25. Februar 2001 – konnte sie diese Idee aus Anlass ihres 50-jährigen Bestehens als einmaligen Event in die Tat umsetzen. So wurde das «Guggerli» im gut besetzten Grossen Festsaal der Messe Basel ein voller Erfolg.

Bei der Begrüssung via Tonband glaubten sich die Besucher erst «im falschen Film», denn das Comité wünschte viel Vergnügen am Monstre mit Beiträgen der Basler Stammcliquen. Doch bereits der erste Auftritt mit der Negro Rhygass als herrliche Clowns mit Sparsäuli auf dem Kopf beruhigte wieder. Und dann wurde gespielt, was das Zeug hielt. Toll geschränzte Auftritte und herrliche Kostüme entlockten dem Publikum immer wieder enthusiastischen Beifall. Die musikalische Palette reichte dabei vom einfachen Gassenhauer («Mir san mit em Radl da») über den Wettsteinmarsch bis zum Gefangenenchor aus Nabucco.

Die Baggemugge (die Schlagzeuggruppe als Waggis, die Bläser in rot-goldenen Uniformen, der Tambourmajor eine herrliche Alti Dante) begeisterten ebenso wie die kleinen Stachelbeeri – sie als Waggis mit Kopfladärnli. Die Orginal Chnulleri als Alte Basler mit goldenem Rock, rotem Gilet und schwarzen Hosen überraschten mit einem Gitarrensolo bei «You’re In The Army Now». Die Gugge Mohrekopf trat natürlich mit schwarzen Larven auf, dazu grüner Frack und rote Hosen. Den Abschluss vor der Pause machten als Gastgruppe die Glaibasler Schränz-Brieder. Sie durften als Gugge, die am Monstre aufgetreten ist, mitmachen.

Ebenfalls vom Monstre-Programm übernommen wurde die Spale-Clique. Nach ihrem Soloauftritt «fusionierten» sie erneut, wie schon bei der Drummeli-Derniere am Abend zuvor, mit den Glaibasler Schränz-Brieder. Ein Sousa-Marsch sowie der «Baslermarsch» wurden frenetisch gefeiert. Die Rätsch-Beeri, eine reine Frauengugge, baute ein Schellenbaum-Solo in ihr Repertoire ein. Ihrem Namen Ehre machten die Pumperniggel. Erst spielten sieben Tambouren in Mönchskutten den gleichnamigen Trommelmarsch, dann marschierte das Spiel als rot-grüne römische Legionäre auf. Anschliessend spielte ein einsamer Saxophonist das «Negerbegräbnis», ehe seine Seibi-Schränzer als rot-schwarze Harlekins mit «When The Saints Go Marching In» einmarschierten. Bei ihrem «Tiger Rag» liessen sie die (neue?) Tempo-30-Limite weit hinter sich. Nach den Schränz-Gritte als orange-schwarze Alti Dante machten die Messingkäfer in herrlichem Charivari den musikalischen Abschluss.

Neben den Glaibasler Schränz Brieder und der Spale-Clique waren die Rahmenspiele (siehe bz vom 19. Februar) und die beiden Schnitzelbängge mit dem Monstre-Programm identisch – wobei der Schuufle-Buur mit einem topaktuellen SBB-Vers überraschte.

OK-Obmann Ralph «Sämi» Samhofer dankte zum Schluss dem Comité für die gewährte Gastfreundschaft. Damit schloss ein einmaliger Anlass, der es verdienen würde, zur Tradition zu werden.