Angefangen hat alles bei einer Führung durch das St. Alban-Tor: Dianne Dicks lernt Peter Habicht kennen. Dicks und ihr Verlag, Bergli Books in Basel, haben sich auf Bücher über die Schweiz (und die Schweizer) spezialisiert. «Und als Wahl-Baslerin lag ihr die Basler Fasnacht besonders am Herzen», erklärt Autor Habicht, der unter anderem auch als Stadtführer unterwegs ist – so auch im St. Alban-Tor.
Entstanden ist aus dieser Begegnung das Buch «Lifting the Mask – your guide to Basel Fasnacht», ein rundum gelungenes Werk, das auch von den Illustrationen von Fredy Prack lebt. «Dass wir ihn gewinnen konnten, ist ein Glücksfall», erklärt Habicht gegenüber Basler Fasnacht Online. «Es ging uns von Anfang an darum, einen Künstler zu finden, der fähig ist, die besondere Atmosphäre einzufangen.» Das Ergebnis beweist: Prack ist diese Aufgabe bestens gelungen.
Das Buch, das ab 7. Dezember in den Verkauf gelangt, liefert auf 120 Seiten einen erstaunlich vollständigen Abriss darüber, was die Basler Fasnacht zu bieten hat. «What Fasnacht is – and isn’t», heisst schon eines der ersten Kapitel. Nicht nur für englischsprachige Touristen, auch für Aktiv-Fasnächtler dürfte sich das Buch süffig lesen. Habicht verzichtet auf kurios anmutende Übersetzungen in eine Fremdsprache, sondern lässt Begriffe wie Gugge, Schnitzelbängg oder Helge ungeniert in seinen leicht verständlichen Erklärungen stehen.
Selbst in der im Zusammenhang mit der Basler Fasnacht eher ungewohnten Sprache entsteht beim Lesen ein wohliges Gefühl der Vorfreude: «Fasnacht fever reaches its peak on Sunday evening, when the Cliques carry their lanterns to their respective starting point. The lovely tradition is called Ladäärne yypfyffe (to pipe the lantern in)», schreibt der Autor. Abgerundet wird «Lifting the Mask» mit Rezepten für Faschtewaije, Ziibelewaije und Määlsuppe: «This robust soup is just what’s needed at 4 a.m. on a winter morning.» Ein Glossar erklärt abschliessend Begriffe wie «aagfrässe», «Blaggedde» oder «Stäggeladäärne». «Ich bin eigentlich der Meinung, dass man Fasnacht nicht beschreiben kann, sondern erleben muss», gibt Habicht zu. Zumindest den englischsprachigen Besuchern hat er mit «Lifting the Mask» den Zugang erleichtert.



