Konzert mit neuem Piccolokopf: «Wie stark ist nicht Dein Zauberton?»

8. Dezember 2001 | Von | Kategorie: Nachrichten

Am Dienstag dieser Woche wurde der im Vorfeld vieldiskutierte neue Piccolokopf vorgestellt (Basler Fasnacht Online berichtete). Gestern Abend wurde nun in einem Extrakonzert im Grossen Festsaal des Stadt-Casinos durch die bekannte «Museumsgrubbe» auch seine Konzerttauglichkeit demonstriert. Unter dem Titel «Alte und neue Piccolo-Musik» begeisterten die sieben Pfeiferinnen und sechs Pfeifer ihr Publikum. Die musikalische Palette reichte vom Fasnachtsmarsch (Gässler) über volksmusikhafte Melodien (Lumpesammler) bis hin zur Klassik (Bach/Mozart).

Unter der musikalischen Leitung von Beery Batschelet und Judith Rickenbacher spielten Marianne Büchler, Cornelius Buser, Cathrin Cattelan, Dieter Cattelan, Xenia Fünfschilling, Peter Köpf, Reto Lippold, Eveline Schönauer, Sabine Stauffer, Urs Stebler und Regine Steinau. Gastmusikerin war Susanne Doll an der Orgel.

Zum Auftakt erklangen – gespielt von der ganzen Gruppe – zwei Stücke des US-Amerikaners John Benoit: der «Festival Marsch» und das «Drachenäscht». Viel Beifall erhielten die Musiker auch für das «Menu Surprise» von Cornelius Buser, den «Gässler» (Duri Schmid), die «3 Basler Tänze» (Skip Healy, USA), «Soff-Soff» (Cornelius Buser) und den «Lumpesammler» (Beery Batschelet).

Waren diese Vorträge bereits sehr gut und wurden vom Auditorium auch entsprechend honoriert, so entfachten die Auftritte kleiner Gruppen wahre Begeisterungsstürme. Hier kam der spezielle Klang des neuen Kopfes voll zur Geltung. Perlig, weich, ja «flötig» – sowohl in piano, als auch in forte. Die hohen Töne spitz, aber nie schrill. So wurden Michael Robertsons «Syncopia» (Rickenbacher, Stauffer, C. Cattelan, Steinauer), die «Aria» aus der Matthäuspassion von Johann Sebastian Bach und Antonio Vivaldis «Concerto für zwei Piccoli und Orgel» (Batschelet, Rickenbacher, Doll) sowie Beery Batschelets «dr Summervogel» (Rickenbacher, Steinauer, C. Cattelan) zu einem wahren Ohrenschmaus. Beery Batschelet und Susanne Doll begeisterten mit zwei Arien aus der «Zauberflöte» von Wolfgang Amadeus Mozart. Taminos «Wie stark ist nicht Dein Zauberton?» und «Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen» der «Königin der Nacht» erhielten frenetischen Beifall.

Einen besonderen Gag hatte sich die «Museumsgrubbe» für die geforderten Zugaben ausgedacht. Susanne Doll spielte auf der Orgel den Marsch aus der Oper «Schwarzer Domino» von Daniel François Esprit Aubert. Bereits nach den ersten Takten schmunzelte das Publikum. Es ist die Grundmelodie des «Aeschlemer». Dieser wurde anschliessend auch gekonnt von der ganzen Gruppe gepfiffen.

In der Pause und am Schluss des Konzerts begutachteten viele Interessenten die ausgestellten glitzernden Piccoloköpfe. Und alle waren sie begeistert.