Die neue «Pfyfferschuel» ist nicht nur Anfängern zu empfehlen

2. März 2002 | Von | Kategorie: Nachrichten

Der Zeitpunkt war ideal gewählt. Die Fasnacht ist vorbei, und in den Cliquenkellern schreiben sich die künftigen Drummel- und Pfyffer-Könige bei den Vereinen ein. Für die Pfeifer gibt es jetzt ein hilfreiches Werk: «d’ Pfyfferschuel». Am Freitag vor dem zweiten Bummelsonntag wurde das von Silvia Fuchs erarbeitete «Schulbuch» offiziell vorgestellt. Den fasnächtlichen Rahmen dazu bildete der wunderschöne Cliquenkeller des jubilierenden Barbara Club 1902 am Klosterberg 2.

In lustigem Dialog schilderten die Autorin Silvia Fuchs und der Verleger Erwin Oesch die Entstehungsgeschichte. Da die alte Pfeiferschule vom «Piccolo-Oesch» seit langem vergriffen war, wurde eine Neuausgabe geplant. Und Silvia Fuchs, welche eine eigene Pfeiferschule führt, hatte langsam genug, ihren Schülern nur handgeschriebene und fotokopierte Einzelblätter zu übergeben. So kam es 1999 zur Zusammenarbeit Fuchs/Oesch. Geplant war ein 32-seitiges Heft. Doch mit der Zeit wurden es immer mehr Seiten, alle locker gestaltet und erst noch vierfarbig. Das aber würde den finanziellen Rahmen entschieden sprengen. Also musste alles nochmals überarbeitet werden. Auf jeder Seite musste mehr Inhalt untergebracht, Unnötiges oder Unwesentliches gestrichen werden.

Doch die Mühe hat sich gelohnt. Im Juni 2001 konnte den Jungen Garden je ein Exemplar übergeben werden. Das Heft im A 4-Format hat jetzt einen Umfang von 48 zweifarbigen Seiten. Diese sind übersichtlich gestaltet. Dank der Ringheftung kann es problemlos auf einen Notenständer gelegt werden. Separat beigelegt ist ein zweiseitiges Blatt mit Grifftabelle und Hilfsgriffen. Nach den Vorworten in bestem «Baseldytsch» wird erklärt, wie man damit arbeitet: «Es richtet sich an AnfängerInnen und ihre InstruktorInnen sowie an jene, die bereits pfeifen können und im Notenlesen nicht ganz sattelfest sind». Es folgen die Grundlagen der Musiktheorie, Atem- und Ansatztechnik, die Haltung, das Beherrschen des Instruments (Griffe) und eine Begleitung zum Arabi. Fingerübungen, ein Anhang über Verzierungen und häufige Fehler, sowie ein Stichwort-Verzeichnis runden das gelungene Werk ab.