Viel Wirbel um Fasnachtsmusik

6. Januar 2003 | Von | Kategorie: Nachrichten

«Jetzt bittet die Suisa die Guggen zur Kasse», meldet die Pendler-Zeitung «20 Minuten» in ihrer heutigen Ausgabe. Was auf den ersten Blick wie ein deutlich verfrühter Aprilscherz anmutet, hat offensichtlich Hand und Fuss: «Jede Art von Musik in der Öffentlichkeit ist urheberrechtspflichtig», wird Roy Oppenheim von der Suisa im Artikel zitiert. In Zukunft wolle die Organisation nicht nur bei kommerziellen Fasnachts-Anlässen, sondern auch bei öffentlichen Umzügen und Konzerten mitkassieren.

Noch ist dies jedoch keineswegs beschlossene Sache: «Ich muss zunächst die juristischen Grundlagen studieren und der Sache nachgehen», sagt Comité-Obmann Alex Fischer auf Anfrage von Basler Fasnacht Online. Copyright-Gebühren im Zusammenhang mit den «drey scheenschte Dääg» seien jedoch nichts Neues, liess Fischer gegenüber «20 Minuten» verlauten: So bezahle das Comité für das Monstre-Trommelkonzert («Drummeli») jährlich über 10 000 Franken an die Suisa. Auch Markus Vögtli, Obmann der Gugge-IG, wurde von der Gratiszeitung befragt: «Dann können wir mit der Fasnacht aufhören. Wir verdienen ja kein Geld mit unseren Auftritten.»

Die kämpferischen Töne («Wir werden uns mit allen Mitteln wehren») im Zeitungsartikel relativiert Fischer ein wenig. Zumindest wissen die Basler Fasnächtlerinnen und Fasnächtler mit dem Juristen Fischer allerdings einen ausgewiesenen Fachmann an ihrer Spitze.

Link zum Artikel von «20 Minuten»