Gross war der Wirrwarr letztes Jahr um vorfasnächtliche
Medientermine. Wegen eines Lapsus‘ wurden die Pressekonferenzen für das
«Offizielle Brysdrummlen und -pfyffe» sowie für das «Drummeli» (die beide
unter dem Patronat des Comités segeln) auf denselben Tag und dieselbe Zeit
anberaumt. Nach einer ersten Korrektur dieses Fehlers sollte der Tag
bleiben, der Termin fürs «Offizielle» wurde auf 11 Uhr belassen, derjenige
fürs «Drummeli» auf 14 Uhr verlegt. Glücklicherweise hatte aber das
«Charivari» auf 16 Uhr zu einem Werkstatt-Besuch eingeladen. Und so kamen
die Comité-Verantwortlichen zur einzig vernünftigen, koordinierenden Lösung:
Seine beiden Termine wurden zu einem einzigen zusammengelegt nicht zuletzt
zur «Schonung» der Medienleute.
Auch dieses Jahr wird übers «Offizielle» und das «Drummeli» am kommenden
Montag um 11 Uhr orientiert. Zwei verschiedene Veranstalter (Stammcliquen
einerseits und das Comité selbst andererseits) haben ihre Termine also
koordiniert.
Doch was den Damen und Herren des Fasnachts-Olymps recht ist, die
Koordination, muss staatlichen Spitzen noch lange nicht billig sein. Denn
ebenfalls am kommenden Montag Morgen stehen nur gerade drei weitere
Medienkonferenzen an, an denen Regierungsvertreter teilnehmen. Das
Justiz-Departement mit Regierungsrat Hans Martin Tschudi informiert ab 9.30
Uhr über «schnellere Verfahren gegen die Klein- und Strassenkriminalität».
Das Baudepartement mit Baudirektorin Barbara Schneider und den Chefbeamten
hält ab 10.30 Uhr einen «Ausblick 2003». Das «Komitee beider Basel für eine
gesunde Spitalfinanzierung» schliesslich legt ab 11 Uhr die Gründe für sein
Ja zum dringlichen Bundesgesetz für eine gesunde Spitalfinanzierung dar.
Teilnehmer sind u.a. der Basler Sanitätsdirektor Carlo Conti und sein
Baselbieter Amtskollege Erich Straumann.
Dass an der Spitze des Kantons Basel-Stadt die Rechte oft nicht weiss, was
die Linke tut, ist offenbar nicht nur eine leere Floskel…



