An seiner dritten Pressekonferenz im der Safran Zunft stellte das Comité 2000 geplante Aktivitäten und Events für die Fasnacht 2003 vor. «Es ist mehr Presse da, als bei einer Medienorientierung der Novartis» stellte Präsident Georges Merkofer erfreut fest und fügte lächelnd an: «Das gehört sich auch, denn schliesslich sind die lustigen drei Tage bei uns etwas lustiger.»
Das Comité 2000 hat sich zum Ziel gesetzt, die fasnächtliche Qualität zu verbessern. So wurde beispielsweise ein Seminar für angehende Schnitzelbänggler durchgeführt. Dies als uneigennütziger Beitrag zur Bangg-Kultur. «Denn ein Grossteil der Basler Schnitzelbängge hat ein miserables Niveau», so die Meinung von Karl Schweizer von der «Striggede». Die angehenden Bänggler wurden in die Themen Kostüme, Vortrag, Helge, Konzept und Verse eingeführt. Welches Ergebnis daraus resultiert, wird sich zeigen, wenn die nach dem Seminar gegründeten fünf neuen Bängg an der Fasnacht auftreten.
Natürlich sind für die Fasnacht 03 auch wieder spezielle Events geplant. Am Fasnachts-Dienstag wird zum «Deeschöönee dansant» geladen. Der Abend bei Kerzenlicht findet dieses Jahr erstmals im Casino statt. In der Safran Zunft steigt der traditionelle «Striggede-Ball» unter dem Motto «Yyneschtäche im Zeichen der Champions League». Am Fasnachts-Mittwoch gibt es etwas Einzigartiges in der Geschichte der Basler Fasnacht, «nämlich ein rot-blaues Scheia-Weia», wie Merkofer ankündigte. Im grossen Saal der Safran Zunft wird auf Grossleinwand das Spiel Manchester United – FC Basel live übertragen. In der Pause treten Schnitzelbängg auf, nach dem Match wird geschwoft. Am Freitag nach der Fasnacht steigt der Kehrausball mit Verlosung und Maskenprämierung im Casino. Die Eintrittsplakette kostet 28 Franken. Sie wird erstmals am Vogel Gryff erhältlich sein.
Auch einen Blick über die Grenzen des Stadtkantons wagt das Comité 2000: Nachdem bereits zum Kölner Karneval enge Beziehungen bestehen, untersucht es «im Rahmen eines zielorientierten Marketings und optimierter Marktforschung (Field Research), auf spezielle Einladung hin, die globalen fasnächtlichen Begebenheiten und Anlässe (Venedig, Rio, Las Rosas etc.) und prüft mögliche Zusammenarbeiten im Rahmen des Kulturaustausches». So jedenfalls steht es in seinem Statement.
Grossen Wert legt das Comité 2000 darauf, mit dem offiziellen Fasnachts-Comité zusammen zu arbeiten. So war auch der Eishockey-Plauschmatch im Rahmen des Schruubedämpferli-Festes kein Kampf gegeneinander, sondern miteinander (Basler Fasnacht Online berichtete). «Wir haben natürlich gewonnen.» Diese Bemerkung konnte Merkofer sich nicht verkneifen.



