Fasnachtsmusik IV. Die Harlekin haben für ihre eigene «Räppli-Serenaade» (ab 2. Februar im Saalbau Rhypark) jedes Jahr so genannte
«BWUUF» (Basler Wält-Ur-Uffiehrige) im Programm. Eine heisst zum Beispiel
«Dr Husar» oder gemäss Programmheft «Wär mit em Wolf danzt» oder «Die normative Kraft des Faktischen unter besonderer Berücksichtigung kognitiver Dissonanzen». Komponist ist Beery Batschelet.
Er hat den Marsch eigens für die Harlekin geschrieben, eine der letzten wohl bald aussterbenden reinen Männercliquen. Ihr Pfeifer-Sound, selbstbeweihräuchern sie sich, sei
dafür typisch: dicht, energiegeladen, männlich (sie haben wohl noch nie was von einer energischen Frau gehört…).
Batschelets Komposition trägt nun dem Rechnung: im Ton stürmisch, mit einem romantischen Liedli in der Mitte. Dreivierteltakte wechseln mit Zweivierteltakten ab. Besonders ist auch das Tempo: «Dr Husar» wird doppelt so schnell gepfiffen, bei doppelt so langsamem Schritt-Tempo, eine neue Art «Geschwindmarsch». «Good Luck bei der ersten Marschübung!», liest man im
Programmheft.



