Neun Vorstellungen mit jeweils 1200 Mitwirkenden? Kein Zweifel – es ist Drummeli-Zeit. Vom 22. Februar bis 1. März steht in der Messe Basel das Monstre-Trommelkonzert auf dem Programm. Und damit alles reibungslos über die Bühne geht, dafür ist ein stiller Schaffer im Hintergrund verantwortlich: Comité-Mitglied Urs Weiss ist technischer Verantwortlicher der Veranstaltung. «Bereits im April des Vorjahres gingen die Vorbereitungen los», erzählt der 53-Jährige im Gespräch mit der bz-Journalistin Simone Weber. Mit Beginn der Drummeli-Premiere ist sein Job aber keineswegs getan – in jeder Vorstellung führt er sämtliche Cliquen auf die Bühne und garantiert so einen reibungslosen Ablauf.
Weiss schlägt im bz-Porträt auch durchaus kritische Töne an: «Ich finde es toll, dass es eine gewisse Vielfalt an Vorfasnachts-Veranstaltungen gibt – aber mittlerweile hat es zuviele.» Von ihm kritisiert wird insbesondere deren vermehrte kommerzielle Ausrichtung – «aber dies ist meine ganz persönliche Meinung». Der gebürtige Allschwiler nimmt ferner zu den viel diskutierten Suisa-Gebühren Stellung; und er weicht auch dem Thema nicht aus, ob er als potenzieller Nachfolger des nach der Fasnacht zurücktretenden Alex Fischer als neuer Comité-Obmann in Frage komme. Weiss erzählt weiter, wie er 1960 seine Liebe zur Fasnacht und wenig später diejenige zum Drummeli im altehrwürdigen «Kiechli» entdeckt hat. Nebst seiner Tätigkeit beim Comité ist der Rätz-Tambour mittlerweile auch in Basler Zünften und Ehrengesellschaften äusserst aktiv.
Die «Arbeit» von Weiss in Sachen Drummeli 2003 kann ab Samstagabend begutachtet werden; insbesondere, ob auch sein folgender Wunsch erhört worden ist: «Die Cliquen sollen sich nicht im ‹theäterle› verkünsteln, sondern dies den Rahmestiggli überlassen.» Das komplette bz-Porträt von Urs Weiss erscheint in der Basellandschaftlichen Zeitung vom 22. Februar.



