Baseldytsch V. Ob der Name Suter (Rudolf und seines Zeichens Autor mehrerer Bücher über die hiesige Sprache) nicht mit zwei «u» geschrieben werden müsse, weil es geschlossen gesprochen wird. Das würde sich der Schnurebegg (das «u» wird wohl lang aber offen gesprochen, weshalb sich die Clique auch nur mit einem «u» schreibt) Roger Thiriet fragen, stand unlängst in der «Schloofe»-Kolumne zu lesen (bz vom 24. Februar).
Wer sich mit dem Baseldeutschen Dialekt befasst, sich Gedanken über offen und geschlossen gesprochene Vokale und deren phonetische Schreibweise befasst, für den ist diese Thirietsche Frage gar nicht so abwegig. Dazu zwei Beispiele.
Für mich ist ein tölpelhafter Mensch eben ein Dubel (lang aber offen gesprochen und daher nur ein «u») im Gegensatz zur Duube (lang aber geschlossen gesprochen und daher zwei «u» – zu Deutsch Taube).
Wenn wir schon bei Tieren sind, dann mag dieses Beispiel zu illustrieren, was ich meine. Für mich ist ein Stier ein Muni (lang aber offen gesprochen), eine Maus dafür e Muus (lang aber geschlossen gesprochen). Alles klar? Macht nichts, Fortsetzung folgt auf jeden Fall…



