«Es isch nimm esoo wie friehjer!» Man hört es, man liest es, man mag es immer noch nicht glauben. Seit etwas mehr als dreissig Jahren verfolgt mich dieser Spruch nun schon und er will und will dabei nicht besser werden.
Als ich gestern im Tram, auf der Strasse und in der Beiz den Menschen zuhörte, die sich über die Sujetzusammenfassung in den Zeitungen berieten, war er wieder allgegenwärtig.
Die Fantasie gehe den Fasnächtlern eben aus, man sei zu konsumverseucht für ein echt kritisches Sujet. Zu wenig lokale Motive gebe es und wenn, dann wieder nur den FCB. Und überhaupt, an den Cortège gehe jaauch kaum mehr jemand. Es sei eben halt «nimm esoo wie friehjer!».
Doch eben genau das soll die Fasnacht doch sein: eine Traditionsveranstaltung, die sich modernen Einflüssen nicht verschliesst. Ein Spiegel, ein Abbild der Geschehnisse des vergangenen Jahres. Dafür und daran arbeiten hunderte Fasnächtlerinnen und Fasnächtler in dieser Stadt seit Monaten. Die Fasnacht ist eben so wie die Zeit: sie bewegt sich vorwärts. Und deshalb ist sie auch «scho am Mäntig nimm wie hitte!».



