Bereits seit acht Jahren lädt Werner F. Vögelin seine Gäste zu einer ganz speziellen «Stubete» ins Tabourettli an den Spalenberg ein. «S isch Stubete-Zyt!», hiess es auch 2003 – und heisst es vorallem noch bis kommenden Samstag. Dann findet im Theater mit neuer Bestuhlung die Derniere statt, und Telebasel ist ab 20 Uhr live dabei. Zudem ist dieser Tage auch der mittlerweile schon fast traditionelle Live-Mitschnitt auf CD erschienen.
Die Vorfasnachts-Veranstaltung von Gastgeber Vögelin polarisiert: Sein Programm ist gewissen Fasnachts-Puristen zu experimentell, andere wiederum bemängeln, dass sich Vögelin zu sehr selbst inszeniert. Fakt ist: Die 14 Stücke, die auf den Silberling gepresst worden sind, könnten unterschiedlicher nicht sein. Da gibt sich der Hausherr bespielsweise als hochdeutsch singender Kommissar mit wuchtiger Begleitung durch Willy’s Blues Band – um wenig später Lisca und Frédéric Dacrauzat sehr leise Töne zur Erhaltung des Basler Dialekts anstimmen zu lassen.
Letztlich entsteht ein Sammelsurium an Kleinkunst (unter anderem mit der Kreuzlinger Newcomer-Kabarettistin Christine Böhni), das durchaus zu gefallen vermag. Fürs fasnächtliche Element steigen einerseits die Rätz-Clique in die Hosen – anderseits sind die Comité-Bängg Syydiaane und Peperoni, die an der Premiere auf der Bühne standen, für eine rundum fasnächtliche Einstimmung auf «die drey scheenschte Dääg» besorgt. Kritikpunkt hier: Aus Platzgründen mussten einige Top-Verse des Peperoni über die Klinge springen – ab kommenden Montag kann das Verpasste in einem Lokal der Innerstadt nachgeholt werden.
Die CD ist ab sofort im Online-Shop von Basler Fasnacht Online und Musik Wyler erhältlich.
Weitere Informationen:
in den Online-Shop
Stubete-Bericht von Basler Fasnacht Online



