Raymond Wyler ist ein profunder Kenner der Basler Fasnachtsszene – entsprechend hält sich der Co-Produzent des traditionellen Querschnitts nicht mit kritischen Kommentaren zurück. Doch ob des Jahrgangs 2003 gerät Wyler förmlich ins Schwärmen: «Die Schnitzelbängg waren ausgezeichnet, und auch musikalisch wurde fast durchs Band sehr gute Kost geboten.» Entsprechend schwer fiel die Auswahl, wer sich auf dem 71 Minuten dauernden Tonträger präsentieren darf.
«Mir gseen duure!», der Querschnitt durch die Basler Fasnacht 2003, erscheint am 21. März (Online-Bestellungen bereits jetzt möglich). Die Compact Disc und Musik-Cassette beinhaltet insgesamt 27 Stücke – aufgenommen an den Vorfasnachts-Veranstaltungen Drummeli, Charivari, Mimösli und Räppli-Serenaade sowie an den Schnitzelbangg-Abenden im Café Spitz. «Dabei können wir auf das Material von Schweizer Radio DRS zurückgreifen», so Wyler. «In diesem Jahr sind mehr musikalische Vorträge vertreten, ohne dass die Bänggler zurückbuchstabieren mussten.»
Die Palette ist breit: Der Trend zu rassiger Marschmusik («Baslermarsch» von den Glunggi oder «Auprès de ma Blonde» von den Junteressli) wird auf dem Querschnitt bestätigt, daneben hat aber auch der traditionelle, allerdings leicht asiatisch abgewandelte «Ryslaifer» (Wettstai-Clique) Aufnahme gefunden. Die Auswahl der Bängg präsentiert sich als wahres «Who is who»: Peperoni, Schorsch, Singvogel oder Gluggersegg sind nur einige Namen, die für Spitzenverse stehen. Beide Aufzählungen – diejenigen der Bänggler wie des musikalischen Teils – sind bewusst unvollständig und keineswegs wertend gemeint. Das ist auf einem Tonträger, der durchaus auch unter der Bezeichnung «Best of Vorfasnacht und Schnitzelbängg» laufen könnte, auch nicht möglich.
«Jetzt sind wir nudelfertig», gibt Wyler im Gespräch mit Basler Fasnacht Online zu. Fast zehn Stunden hat der Selektions-Marathon gedauert. Nun steht am Abend noch die Fahrt mit der sogenannten «Master-CD» nach Zürich auf dem Programm, damit der Querschnitt wie gewohnt rund 10 Tage nach dem «Ändstraich» in den Verkauf gehen kann. Übrigens: Mit dem «Wettstai-Marsch» beschliesst der Mimösli-Stargast Hazy Osterwald den «Silberling» (oder wahlweise die Cassette). Dazu Wyler: «Mit dieser Schlussnummer wollen wir die Leute wieder zurück in den Alltag entlassen.» Wenigstens bis am 1. März 2004…



