Er hätte auch mit ausgewählten Tout-Bâle-Gästen auf der Terasse des
Comité-Büros hoch über der Glockengasse stattfinden können, der
Abschiedsapéro des abtretenden Comité-Obmanns. Doch dies hätte der Amtszeit
des obersten Fasnachtsorganisierers nicht entsprochen. Alex Fischer, der
immer ein Mann der «Basis» sein wollte, lud die Obmänner und Obfrauen aller
Fasnachtseinheiten sowie die Verkehrskommission in den grossen Saal der
Safran-Zunft ein.
Fischer bedankte für eine grandiose Fasnacht, mit grossartig ausgespielten,
bissigen Sujets. Zusammen mit einem tollen Monstre sei dies ein gelungener
Abschluss für seine Amtszeit gewesen.
Dem Fasnachts-Comité stand er während fünf Jahren vor. In dieser Zeit habe
er stets versucht, das Comité gegen aussen transparenter zu machen und den
Kontakt zu den teilnehmenden Einheiten zu verbessern. Er wollte erklären,
dass das Comité nicht irgend ein «selbstverliebter Haufen» sei, der über den
Lauf der Fasnacht bestimmen wolle. Dies ist ihm und dem Comité auch
gelungen, so man dies an der Beliebtheit des abtretenden Obmanns unter den
Fasnächtlern messen kann.
Er sei denn auch immer wieder gefragt worden, weshalb er nach fünf Jahren
«schon» gehe. Doch nach 18 Jahren Jahren im Vorstand seiner Fasnachtsclique
und zwölf Jahren im Comité habe er rund 30 Jahre «Fasnachtsverantwortung»
hinter sich und freue sich darauf, einfach wieder einmal Fasnacht machen zu
können.
Stefan Bruderer, Obmann der Fasnachtsgesellschaft Alti Glaibasler Basel
(AGB) und Verkehrskommissionsmitglied, lobte in geschliffenen Versen Fischer
für seine Taten. Er hob hervor, wie dieser sich gegen verschiedene
«Angriffe» von Behörden und Institutionen auf die Fasnachtskässeli zur Wehr
setzte. Er dankte ihm auch dafür, dass Fischer jederzeit ein offenes Ohr für
die Anliegen der Fasnächtler hatte.
Bruderer verzichtete aber auch nicht auf einige Seitenhiebe. Er erinnerte
ihn an den kniffligen Moment, als der Comité-Obmann die Männercliquen als
Anachronismus bezeichnet (Fischer ist selbst Mitglied einer solchen) und
damit einigen Wirbel ausgelöst hatte.
Fischer wollte aber nicht nur seinen eigenen Abschied feiern. Er bat auch
Helle Thommen und Gille Thiriet auf die Bühne. Thommen leitete 18 Jahre lang
das Sekretariat des Fasnachts-Comité, Gille Thiriet war als Comité-Mitglied
verantwortlich für das Monstre. Alle drei wurden von den Obleuten mit einem
herzlichem Applaus verabschiedet.



